Landschaftskommission nimmt ihre Arbeit auf
In Brunegg soll künftig der Natur- und Landschaftsschutz stärker in der Gemeindepolitik verankert werden. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, wurde vor kurzem die Landschaftskommission ins Leben gerufen.

Umweltschutz ist ein wesentlicher Faktor für den Erhalt der Lebensqualität im Aargau. Dies bestätigen auch Umfragen bei der Aargauer Bevölkerung, welche die Natur als entscheidenden Faktor sehen. Besonders für länd-liche Gemeinden, wie beispielsweise Brunegg, ist die intakte Landschaft ein wichtiger Standortfaktor. Idyllisch indie Landschaft eingebettet will man sich präsentieren können. Aus diesem Grunde will Gemeindepräsidentin Ruth Imholz Strinati die Themen Natur- und Landschaftsschutz künftig stärker in der Gemeindepolitik verankert wissen und hat die Gründung einer Landschaftskommission angeregt. Sie hat am Politapéro im Herbst 2015 diese Idee der Bevölkerung präsentiert und stiess auf grosses Interesse.
Motivierte Mitglieder
Bereits Anfang Februar fand die erste Sitzung statt. Nach der Erörterung der Ziele des Gemeinderates durch die Gemeindepräsidentin informierte Victor Condrau, dipl. Ing. Landschaftsarchitekt, über das Instrument «Landschaftsinventar». Auch folgte bereits der erste Beschluss, und zwar die Aktualisierung des Brunegger Landschaftsinventars von 1990. An der nächsten Sitzung soll das Reglement der Landschaftskommission verabschiedet werden. «Alle Mitglieder sind sehr motiviert und gewillt, dafür zu sorgen, dass auch künftige Generationen die Landschaft sorgsam nutzen und künftige Gemeinderäte diese auch entsprechend schützen werden», hält Gemeindepräsidentin Ruth Imholz Strinati fest.
Die Gründung der Landschaftskommission wird auch im Hinblick auf die BNO-Gesamtrevision (Bau- und Nutzungsordnung) vorgenommen. Diese wird in den nächsten Jahren in Angriff genommen. Im Bereich Umweltschutz wird Brunegg vor allem die Themen Lärm (SBB-Schlaufe Mägenwil) und das Thema Abfälle/Littering im Auge behalten. Umweltaspekte gilt es auch im Baubereich zu berücksichtigen. «Rebbau- und Grundwasser-/Bodenschutzüberwachung sind auch bei uns ein Thema», hält die Gemeindepräsidentin fest. Beim Thema Lärmschutzmassnahmen sieht Ruth Imholz Strinati bei der SBB-Schlaufe Mägenwil unter Umständen Handlungsbedarf. «Hochwasserschutz hingegen ist kein Thema», stellt Ruth Imholz Strinati fest. Sie ist auch davon überzeugt, dass jedermann etwas dazu beitragen kann, die Umwelt zu schützen. Hier wird die Kommission Informationen für die Bevölkerung definieren.
Auch die Schulen mit an Bord holen
Weiter möchte man in Brunegg den Fokus auf eine nachhaltige Naturschutzentwicklung setzen, dies unter der Beachtung der Biodiversität. Als Beispiele werden die Amphibien (überfahrene Frösche und Kröten im Dorf) und die Rekultivierung des Kiesabbaus in Brunegg angeführt.
Im Zusammenhang mit dem Thema Wildschutzkorridore und Vernetzung möchte sich Brunegg für den Erhalt des Gebietes «Neufeld» stark machen. Auch dem Thema ökologischer Ausgleich in der Landwirtschaft soll mehr Beachtung geschenkt werden. «Erfreulicherweise sind 100 Prozent aller Brunegger Landwirtschaftsbetriebe im Landschaftsqua-litäts-Projekt Lenzburg Seetal involviert», freut sich die Gemeindepräsidentin. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen zudem Ideen und Projekte in Zusammenarbeit mit der Schule initiiert werden. Eine vorsorgliche Informationspolitik wird zur Bekämpfung der Neobiota lanciert. Schlussendlich will man den Natur- und Landschaftsschutz im Leitbild der Gemeinde Brunegg stärker verankern.



