Klangzauber in Niederlenz

Niederlenz Die 5. Niederlenzer Musiktage brachten erneut Inspirationen und Kreationen klassischer Musik. Eine Premiere und zwei Uraufführungen lockten viele Liebhaber in die reformierte Kirche.

Zum zweiten Mal vor Ort: Sopranistin Ilona Revolskaya liess die Kirchenfenster zittern.Foto: pwi

Christoph Croisé, künstlerischer Leiter, schaffte es, erfolgreiche Schweizer und internationale Kammermusikerinnen und -musiker nach Niederlenz zu holen.

Das Gala-Eröffnungskonzert am Freitagabend stand ganz im Zeichen der brillanten Sopranistin Ilona Revolskaya. Sie sang Arien von Bellini, Arditi, Villa-Lobos, Puccini und Di Capua so feinfühlig und klangvoll, dass man spürte, wie die Kirchenfenster zitterten.

Im zweiten Teil feierte das Schweizer Cello-Oktett sein Debüt mit Werken von Giovanni Sollima und mit der Uraufführung von Christoph Croisés «Locos Vioconcellos», komponiert für das Jubiläum. Das Werk, «Verrückte Cellos», ist wild, energiegeladen und spiegelt die rasante, widersprüchliche Welt wider, in der wir leben. Die zweite Uraufführung stammt vom schweizerisch-amerikanischen Komponisten und Saxophonisten Daniel Schnyder: «CUBAC», ein musikalisches Mosaik, das rhythmische Energie und Raffinesse verbindet. Die acht Violoncelli grooven mal wie eine Latin-Band, dann wieder singen sie wie ein romantisches Streicherensemble.

Ein Wochenende voller Highlights

Am Samstag erlebte das Publikum ein beeindruckendes Kontrastprogramm: Das selten gespielte Streichsextett in g-Moll, Opus 178, von Joachim Raff traf auf das romantische Streichsextett «Verklärte Nacht», Opus 4, von Arnold Schönberg.

Nach einer Einführung von Res Marty, Ehrenpräsident der Joachim-Raff-Gesellschaft, spielte das Sextett ein musikalisches Gemälde voller Stimmungen und Leidenschaften. Zur Matinee am Sonntagmittag lautete das Thema «Von Barock bis zur Gegenwart». Haydns «Kaiserquartett», Schuberts «Rosamunde» und Croisés «Into the Wild» begeisterten das Publikum – Standing Ovation als Dank.

Die zwei Klavierquintette mit Oxana Shevchenko am Flügel – César Francks Quintett f-Moll und Mario Castelnuovo-Tedescos Quintett Nr. 1 – sorgten für den letzten Höhepunkt.

Am Freitagnachmittag landete passend ein Storch auf dem Kirchturm – und die 5. Niederlenzer Musiktage gestalteten sich einmal mehr zu einem fantastischen musikalischen Anlass.

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