Klangvolle Entdeckungsreise vomStaufberg in die weite Welt

Niederlenz Mit Voyage Exotique entführten die Cellistin Annette Jakovčić und der Niederlenzer Cellist Christoph Croisé das Publikum auf eine eindrucksvolle musikalische Reise durch Epochen, Stile und Klangwelten.

Voyage Exotique: Die Cellistin Annette Jakovčić und der Niederlenzer Cellist Christoph Croisé.Foto: Peter Winkelmann
Voyage Exotique: Die Cellistin Annette Jakovčić und der Niederlenzer Cellist Christoph Croisé.Foto: Peter Winkelmann

Im Zentrum des Abends stand der intensive Dialog zweier Celli – ein Spannungsfeld aus Virtuosität, Poesie und klanglicher Farbvielfalt, in dem sich die Instrumente gegenseitig inspirierten, herausforderten und ergänzt en.

Das Programm verband Meisterwerke der Musikgeschichte mit zeitgenössischer Klangsprache und südamerikanischer Leidenschaft. José Elizondos «Danzas Latinoamericanas» eröffneten den Abend mit rhythmischer Energie und temperamentvollen Farben. Jean-Baptiste Barrière zeigte in seiner Sonate in G-Dur die elegante Raffinesse des barocken Duospiels, während Camille Saint-Saëns’ berühmter Schwan einen Moment stiller, fast schwebender Poesie schuf. Nach der Pause entfaltete sich mit dem Eigenwerk «Voyage Exotique – Grand Duo für zwei Celli» von Christoph Croisé ein modernes Klangpanorama, das den Titel des schönen Abends in der Kirche Staufberg musikalisch aufgriff und vervollständigte. Luigi Boccherinis Sonate in A-Dur brachte klassische Leichtigkeit und italienische Eleganz, bevor Niccolò Paganinis Variationen über ein Thema von Rossini den Abend mit brillanter Virtuosität und spielerischem Feuer abschlossen.

Das Konzert war mehr als eine Abfolge von Werken – es war eine klangliche Reise, die Verbindungen schuf zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Europa und Lateinamerika, Intimität und orchestraler Fülle. Zwei Celli erzählten dabei eine gemeinsame Geschichte voller Emotion, Energie und musikalischer Entdeckungen.

Weitsicht und Stille

Den Apéro in der Pause benutzten die Konzertbesucherinnen und -besucher, um die grossartige Abendstille kurz vor dem Einnachten zu geniessen. Der Staufberg ist ein markanter Hügel underhebt sich rund 100 Meter über die Ebene des Seetals. Wald, Wiesen und ein Rebberg, der bis heute bewirtschaftet wird, kennzeichnen die Hänge des Staufbergs, der das Landschaftsbild der Region deutlich prägt. Die Kombination aus Natur, Kulturlandschaft und Aussicht macht den Hügel zu einem beliebten Ziel für Spaziergänge und Wanderungen – und vielleicht sogar vermehrt zu einem musikalischen Treffpunkt.

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Der Anlass zog Klein und Gross in seinen Bann.
Region23.09.2026

Mittendrin statt nur dabei

Dintikon Die Hauptübung der Feuerwehr Rietenberg vom Samstag, 19. September, rund um die Schulanlage in Dintikon war für die Bevölkerung die Gelegenheit, eine…
Ein Kürbis zeigt seine Zähne.Foto: Romi Schmid
Region23.09.2026

Trotz Hagel bleibt der Hardhof im Kürbisfieber

Möriken-Wildegg Der Kürbisherbst auf dem Hardhof fällt dieses Jahr anders aus als gewohnt. Hagel und Trockenheit haben die Ernte deutlich geschmälert und die…
Schweizer Meister: Die Trampolinriege des TV Möriken-Wildegg.Foto: zvg
Region23.09.2026

Trampolinriege ist Schweizer Meister

Möriken-Wildegg Mitte September fand in Sursee die Schweizer Meisterschaft im Vereinsturnen statt. Der TV Möriken-Wildegg war mit zwei Riegen vertreten: mit…