Kanton will Betrieb der Asylunterkunft im «Aarehof» verlängern

Hat sich bewährt: Die Asylunterkunft im «Aarehof».Foto: Romi Schmid
Hat sich bewährt: Die Asylunterkunft im «Aarehof».Foto: Romi Schmid

Möriken-Wildegg Der Kanton Aargau plant, die kantonale Asylunterkunft im ehemaligen Hotel Aarehof in Möriken-Wildegg weiterzuführen. Die neue Eigentümerin der Liegenschaft, die Eliro Invest AG, hat sich bereit erklärt, den Mietvertrag um drei Jahre oder bis zum Vorliegen eines bewilligten Bauprojekts zu verlängern.

Der Kantonale Sozialdienst (KSD) will dem Regierungsrat in den kommenden Wochen einen Verpflichtungskredit für den neuen Mietvertrag beantragen. Die Verlängerung der Zwischennutzung steht jedoch unter dem Vorbehalt dieses Kreditbeschlusses. Der aktuelle Mietvertrag läuft am 31. Mai 2026 aus.

Die Unterkunft im «Aarehof» wird seit dem 5. Juni 2023 betrieben und bietet Platz für 140 Personen. Derzeit ist sie zu 76 Prozent ausgelastet. Untergebracht sind männliche Asylsuchende, die vom Kantonalen Sozialdienst mit eigenem Personal betreut werden. Während der Nacht ist zusätzlich ein Sicherheitsdienst im Einsatz.

Gemäss Kanton hat sich die Zwischennutzung des ehemaligen Hotels als Asylunterkunft in den vergangenen drei Jahren bewährt. Seit der Eröffnung habe es weder Beanstandungen seitens der Behörden noch der Anwohnerschaft gegeben. Auch der Gemeinderat von Möriken-Wildegg ist deshalb mit einer Verlängerung der Anmietung um drei Jahre einverstanden. Gemeinde und Kantonaler Sozialdienst wollen sich weiterhin gemeinsam für einen ruhigen Betrieb einsetzen.

Der Kanton verweist in seiner Mitteilung zudem auf die weiterhin angespannte Situation im Asylbereich. Seit dem 11. Januar 2023 befindet sich der Aargau gemäss kantonalem Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz in einer Notlage. Ende Februar 2026 lebten insgesamt 10036 Personen aus dem Asylbereich in kantonalen und kommunalen Unterkünften – so viele wie noch nie zuvor.

Die oberirdischen Familienunterkünfte des Kantons sind derzeit zu 85 Prozent belegt, die entsprechenden Männerunterkünfte zu 88 Prozent. Um die vom Bund zugewiesenen Personen unterbringen zu können, ist der Kantonale Sozialdienst weiterhin auf alle verfügbaren Plätze angewiesen. Vor diesem Hintergrund soll die Unterkunft im «Aarehof» weiterhin genutzt werden.(pd/rsc)

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