Gemeindeversammlungmit Premieren

Staufen Es war die erste Einwohnergemeindeversammlung für den neuen Gemeindeammann Patrick Braun und auch die erste für Aaron Wullschleger, Gemeindeschreiber-Stellvertreter, da Mike Barth erstmals nach 29 Jahren ferienhalber abwesend war.

Einweihung Neubau: Das Schulhaus wird am 31. Oktober offiziell eingeweiht.Foto:  Peter Winkelmann
Einweihung Neubau: Das Schulhaus wird am 31. Oktober offiziell eingeweiht.Foto: Peter Winkelmann

Es wurde eine kurze Versammlung am letzten Mittwoch, 3. Juni. Von insgesamt 2762 Stimmberechtigten waren 97 anwesend und alle Traktanden wurden jeweils einstimmig angenommen, darunter der Rechenschaftsbericht, zwei Kreditabrechnungen – beide mit Kostenunterschreitungen – und ein Projektierungskredit von 55000 Franken für die Überarbeitung des Generellen Entwässerungsplans.

Busspur bewilligt

Die Erfolgsrechnung 2025 der Einwohnergemeinde inklusive der Eigenwirtschaftsbetriebe weist einen Umsatz von knapp 21 Mio. Franken aus und schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 570000 Franken ab. «Dieser Überschuss wird in die Vorfinanzierung für den Ersatzneubau des Schulhauses eingelegt und so steht beim Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung eine schwarze Null», erklärte Gemeinderat Urs Welti und freute sich, dass er den Anwesenden einen gesunden, finanziell starken Abschluss 2025 präsentieren durfte.

Die geplante Busspur auf der Aarauerstrasse vom Coop-Logistikzentrum Richtung Staufen-Lenzburg bis zum Kreisel Zelgli, wo eine Dosierungsampel für freie Fahrt der Linienbusse zum Bahnhof Lenzburg sorgen soll, ist nur eine Massnahme eines vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt lancierten Verkehrsmanagement Region Lenzburg. Laut Vizeammann Denise Berger bringt dieses Projekt verlässlichere Reisezeiten für den Bus zum Bahnhof Lenzburg und der verbesserte Verkehrsfluss sorgt für weniger Schleichverkehr im Siedlungsgebiet. Der Verpflichtungskredit für den Konstenanteil der Gemeinde Staufen in der Höhe von 260000 Franken wurde einstimmigangenommen.

Wie oben erwähnt, war es für Patrick Braun die erste Einwohnergemeindeversammlung als Ammann. Er meisterte diese auch sehr souverän, doch seine Ausführungen wurden immer wieder von komischen Klopfgeräuschen gestört. «Vielleicht ist doch etwas Herzklopfen dabei», meinte er lächelnd. Doch diese Störungen hielten bis zum Schluss an und bei seinem Dank an alle Anwesenden für die gegenseitige Wertschätzung und das Vertrauen in die Behörde fügte er dann doch noch einen Wunsch an: «Vermutlich müssen wir noch einen Kredit beantragen für eine neue Mikrophonanlage».

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