Junge Rehe von Hunden gerissen
Im Jagdrevier Lenzhard sind dieses Jahr bereits drei Rehe von wildernden Hunden gerissen worden. Zum Ärger der Jäger.

Der schon etwas in die Jahre gekommene Slogan «Auch dein Hund wildert» hat offensichtlich immer noch seine Gültigkeit. Immer noch gibt es Hundehalter, die sich nicht an die von April bis Juli dauernde Anleinpflicht halten.
Wildernde Hunde haben in diesem Jahr allein im 970 Hektaren grossen Jagdrevier Lenzhard, zu dem Teile der Gemeinden Hunzenschwil, Lenzburg, Möriken-Wildegg, Niederlenz, Rupperswil, Schafisheim und Staufen gehören, schon drei Rehkitze (frisch geworfene Jungtiere) erjagt und getötet, wie Jagdaufseher Bernhard Hunziker meldet.
Hunziker erinnert die Hundehalter daran, dass ihre Tiere nicht nur im Wald und am Waldrand anzuleinen sind, sondern generell im Freien, speziell auch auf Feldwegen. Der jüngste Fund eines gerissenen Rehs veranschaulicht die Dringlichkeit dieser Aussage: Das schon etwas ältere weibliche Rehkitz wurde im freien Feld, auf einer Wiese mit frischem Heugras im Niederlenzer Bann gefunden.
Was können Spaziergänger unternehmen, die einen unangeleinten Hund sehen? «Wir empfehlen, dass man den Hundehalter anspricht und ihn auf seine Pflichten aufmerksam macht», sagt Jagdaufsehen Hunziker. Er sei sich jedoch bewusst, dass es dazu Mut braucht, weil sich viele fehlbare Hundehalter uneinsichtig zeigen und aggressiv reagieren.
Zugunsten der jungen Rehe ist hier halt eine tüchtige Portion Zivilcourage erforderlich.



