Junge Rehe von Hunden gerissen

Im Jagdrevier Lenzhard sind dieses Jahr bereits drei Rehe von wildernden Hunden gerissen worden. Zum Ärger der Jäger.

Kein schöner Anblick: Ein gerissenes Reh im Jagdrevier Lenzhard. Foto: zvg
Kein schöner Anblick: Ein gerissenes Reh im Jagdrevier Lenzhard. Foto: zvg

Der schon etwas in die Jahre gekommene Slogan «Auch dein Hund wildert» hat offensichtlich immer noch seine Gültigkeit. Immer noch gibt es Hundehalter, die sich nicht an die von April bis Juli dauernde Anleinpflicht halten.

Wildernde Hunde haben in diesem Jahr allein im 970 Hektaren grossen Jagdrevier Lenzhard, zu dem Teile der Gemeinden Hunzenschwil, Lenzburg, Möriken-Wildegg, Niederlenz, Rupperswil, Schafisheim und Staufen gehören, schon drei Rehkitze (frisch geworfene Jungtiere) erjagt und getötet, wie Jagdaufseher Bernhard Hunziker meldet.

Hunziker erinnert die Hundehalter daran, dass ihre Tiere nicht nur im Wald und am Waldrand anzuleinen sind, sondern generell im Freien, speziell auch auf Feldwegen. Der jüngste Fund eines gerissenen Rehs veranschaulicht die Dringlichkeit dieser Aussage: Das schon etwas ältere weibliche Rehkitz wurde im freien Feld, auf einer Wiese mit frischem Heugras im Niederlenzer Bann gefunden.

Was können Spaziergänger unternehmen, die einen unangeleinten Hund sehen? «Wir empfehlen, dass man den Hundehalter anspricht und ihn auf seine Pflichten aufmerksam macht», sagt Jagdaufsehen Hunziker. Er sei sich jedoch bewusst, dass es dazu Mut braucht, weil sich viele fehlbare Hundehalter uneinsichtig zeigen und aggressiv reagieren.

Zugunsten der jungen Rehe ist hier halt eine tüchtige Portion Zivilcourage erforderlich.

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Roman Frey aus Möriken-Wildegg mit seinem kürzlich erschienenen Buch «Was der Stein nicht sagt».Foto: Verena Schmidtke
Region30.09.2026

Wie aus einem verschwundenenGrabstein ein Buch entstand

Möriken-Wildegg Der Möriker Roman Frey beginnt aus persönlichen Gründen, die Geschichte seiner Familie zu recherchieren. Den Plan, diese Erfahrung in Buchform…
Ajet Asani und seine Frau Valbona bringen mexikanisches Flair in den Niederlenzer «Frohsinn».Foto: Romi Schmid
Region30.09.2026

Fiesta im Frohsinn: Jetzt sind Tacos drin

Niederlenz Seit Anfang August wird im Restaurant Frohsinn in Niederlenz neu gekocht: Ajet Asani hat den traditionsreichen Betrieb übernommen und setzt vor…
Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»
Region30.09.2026

Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»

Rupperswil Rupperswil hat mit der «Vision 2035+» die langfristige Entwicklung der Gemeinde skizziert. Nun zeigt sich, welche Vorhaben zuerst konkret werden…