Jugendfest Staufen: Tradition traf Kreation
Traditionen werden in Staufen hochgehalten. Kein Wunder also, dass das Jugendfest-Motto mit Traditionen zu tun hatte, die von den Schulklassen mit viel Fantasie und Kreativität in einem farbenfrohen Umzug dargestellt wurden.
Bei strahlendem Sonnenschein, angeführt von den Tambouren, präsentierten die Kinder und Vereine Staufner Brauchtum. Dieses reichte vom Chlausklöpfen über das Silvesterfeuer auf dem Staufberg bis zum «Näschtle» – ein besonderer Hochzeitsbrauch. Dabei fertigen die Kinder aus Moos und Blumen kleine Nestlein an, die sie auf der Strasse zum Staufberg platzieren. Wenn die Hochzeitsgäste von der Staufbergkirche ins Dorf zurückkehren, legen sie Täfeli – oder noch lieber einen Batzen – in die Nestlein.
Ebenfalls eine Staufner Spezialität ist der Affenbrunnen, der in abgewandelter Form am Festumzug teilnahm. Begeisterung rief der getreue Nachbau der Staufbergkirche hervor, und die als Zeitwanderer Vatto oder Matter verkleideten Kinder liessen zahlreiche erfolgreiche Theateraufführungen auf dem Staufberg auferstehen. Vor allem ältere Staufner erinnern sich an die Zeiten, als man für ein paar Batzen auf den Trübeli-Feldern die Früchte für die Hero-Konfitüren pflückte. Landwirtschaft und Hofladen, Rebbau, Bäckerei, Mosterei, Baugewerbe, aber auch Freizeitbeschäftigungen wie etwa Schwingen – gestern und heute – wurden fantasievoll umgesetzt.
Ein dickes Lob gebührt der «Zapfemusig», eine ad hoc zusammengestellte Formation, die in nur drei Proben unter der Leitung von Marcel Strebel ein rassiges Repertoire einstudiert hatte und für die musikalische Begleitung sorgte. Ihre Fahne ist übrigens ein Riesenzapfen, der zur Not als Bar dienen kann.
Der Nachmittag gehörte den Spielen für die Kindergarten- und Schulkinder, bevor der Festbetrieb am Abend wegen des Gewitters vom Festzelt in die Turnhalle verlegt werden musste. Der Festfreude tat dies keinen Abbruch.















