Irgendwie wird es dann schon gehen

Möriken-Wildegg Weltpolitische Ereignisse, Schweizer Innenpolitik und ein Rückblick auf Erreichtes in der Gemeinde – Gemeindeammann Jeanine Glarner schaute zurück, aber auch nach vorne.

Die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg umrahmte den Anlass.Foto: Peter Winkelmann

Die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg umrahmte den Anlass.Foto: Peter Winkelmann

Gemeindeammann Jeanine Glarner.Foto: Peter Winkelmann

Gemeindeammann Jeanine Glarner.Foto: Peter Winkelmann

Die Dorfbäckerei «sempre e insieme» verwöhnte mit feinsten Backwaren.Foto: Peter Winkelmann

Die Dorfbäckerei «sempre e insieme» verwöhnte mit feinsten Backwaren.Foto: Peter Winkelmann

Den Neujahrsapéro im Gemeindesaal vom Sonntag, 5. Januar, eröffnete die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg unter der bewährten Leitung von Markus Fankhauser pünktlich um 16 Uhr.

Nach zwei Vorträgen begrüsste Jeanine Glarner das zahlreich erschienene Publikum zum Jahresrückblick: «Ich würde das Jahr 2024 als Jahr der Umwälzungen bezeichnen. Verschiedene Wahlen haben Länder in Europa in den Grundfesten erschüttert, ganz speziell in Deutschland haben die nationalistischen Parteien erdrutschartige Siege errungen», meinte Glarner im Rückblick auf Europa und die Welt. «Ob diese Umwälzungen bei Neuwahlen aufgehalten werden können, beurteile ich aus heutiger Sicht als fraglich.»

Umwälzung in der Innenpolitik

Glarner erwähnte speziell die 13. AHV-Rente, der das Schweizer Volk letzten Februar zugestimmt hat. «Etwas, das vor ein paar Jahren schlicht undenkbar gewesen wäre», sagte sie dazu, «sie ist beispielhaft für weitere Abstimmungen, die ein geändertes Abstimmungsverhalten zeigen.»

Laut Glarner werden zunehmend Vorlagen angenommen, ohne gleichzeitig über die Konsequenzen zu befinden. «Wie soll dieser Rentenausbau finanziert werden?», fragte sie in die Runde. «Darüber macht man sich erst nachher Gedanken – und irgendwie wird es dann schon gehen.»

Dank an die Bevölkerung

Im Rückblick auf die Ereignisse in der Gemeinde erwähnte sie die Sommergemeinde im Juni. «Ich hätte zu keinem Zeitpunkt erträumt, dass Sie, liebe Anwesenden, und alle Stimmberechtigten dem Gemeinderat mit so überwältigender Unterstützung Ihr Vertrauen schenken würden.»

Damals wurden alle Anträge angenommen und damit der Grundstein für das nächste Generationenprojekt gelegt. Es ging um Investitionen von rund 45 Millionen für den Ausbau der Regionalen Oberstufe und um weitere 13 Millionen für den Bau der Dreifachturnhalle im Unteräsch.

Ausblick auf das neue Jahr

Laut Glarner gilt es, die vielen Aufgaben in der Gemeinde nun zu konsolidieren, Projekte weiterzuentwickeln, die Dreifachturnhalle bis Weihnachten ins Ziel zu bringen und die Gemeindefinanzen müssen in verschiedenen Bereichen entlastet werden. Ein Höhepunkt sprach sie doch an: «Ich freue mich bereits heute auf das Jugendfest unter dem Motto ‹Feuer und Flamme› – ich hoffe, Sie hier alle ebenfalls.»

Unter bester Verdankung an die Musikgesellschaft verwies sie auf den wunderbaren Apéro, der von «sempre e insieme», der Bäckerei mit Café an der Bahnhofstrasse in Wildegg, angeliefert und auch betreut wurde. Ganz nach dem technologischen Fortschritt «5G» – alles Gute, beste Gesundheit, eine Prise Gelassenheit, Geselligkeit und viel Glück – war der Abend nun frei für viele Gespräche und der Sturm auf das kalte Buffet begann so richtig.

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