Ideen rund um Verkehrsprobleme

Stehende Autokolonnen, Bushof und Kinderspielplätze bildeten die Schwerpunktthemen am zweiten MöWi-Samstag vom 1. April im Gemeindesaal Möriken.

Neugestaltung Bahnhofplatz: Wo heute Autos parkieren, soll bis ins Jahr 2023 der Bushof entstehen. Die Park+Ride-Anlage wird hinter das Bahnhofgebäude verschoben. Foto: Peter Winkelmann
Neugestaltung Bahnhofplatz: Wo heute Autos parkieren, soll bis ins Jahr 2023 der Bushof entstehen. Die Park+Ride-Anlage wird hinter das Bahnhofgebäude verschoben. Foto: Peter Winkelmann

War der erste Anlass im November gemäss Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart noch etwas zu statisch organisiert, konnte der zweite MöWi-Samstag die vielen Besucherinnen und Besucher überzeugen. Die drei präsentierten Themen führten zu vielen Fragen und Diskussionen. Und manch ein Einwohner, speziell rund um den Bahnhofkreisel in Wildegg wohnhaft, dürfte danach ein ruhigeres Wochenende verbracht haben.

Das Thema «Verkehrssituation» mit dem Schwerpunkt Staubekämpfung erläuterte Gemeinderat Markus Eichenberger anhand von visionären Fotomontagen und Plänen: Es fehlen diverse Häuser und der Kreisel ist doppelt so gross. «Keine Angst, wir reden hier nicht von zehn Jahren», beruhigte er die Zuhörer, «das sind Ideen für die nächsten 25 bis 30 Jahre.» Zwar brachte der Kreisel «Hellmühle/Bären» für die Autofahrer von Möriken her eine Verbesserung, dafür verlängerte sich der Stau zurück nach Holderbank. Auch ist bekannt, dass die Leistungsfähigkeit des Bahnhofkreisels ungenügend ist. Wie man dieses Problem lösen will, ist völlig offen. «Den Stau bringen wir nicht weg», fuhr Eichenberger weiter, «wir können nur flankierende Massnahmen vornehmen.» Auch der öffentliche Bus ist ein offenes Problem. «Wir könnten uns eine Lichtsignalanlage vorstellen», meinte Eichenberger, «aber auch dann ist das Stauproblem längst nicht gelöst.»

Gestaltung Bahnhofplatz

Die zweite Thementafel befasste sich ebenfalls mit dem Verkehr, aber dem öffentlichen Verkehr mit Bahn und Bus. Die Bahnlinie Aarau–Lenzburg–Heitersberg muss laut SBB zwingend entlastet werden. Mit dem Bau einer «Schlaufe Mägenwil» soll der Güterverkehr vermehrt durch das Aaretal geführt werden. Zudem verlangen die neuen Zugkompositionen nach längeren Perrons. Diese müssen bis zum Jahre 2023 breiter und behindertengerecht gebaut werden, um die Sicherheit der Wartenden zu gewährleisten. Die Bushaltestelle soll laut Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart auf die aktuelle Park+Ride-Anlage verlegt werden, die Autoparkplätze werden hinter das Bahnhofgebäude verschoben.

Vizeammann Karin Brenner informierte an der dritten Tafel über diverse Möglichkeiten, wie die Gemeinde kinderfreundlicher werden soll. Mit der Bewerbung für das Label «Kinderfreundliche Gemeinde UNICEF» sind Massnahmen nötig. «Welche kinderfreundlichen Plätze hat unsere Gemeinde?», fragte Karin Brenner die Zuhörer, und «Was muss Möriken-Wildegg machen?» In diversen Arbeitsgruppen sollen diese Fragen erarbeitet werden. «Es sind viele Ideen vorhanden», lobte Brenner die Zusammenarbeit mit den Gruppen. Darunter sind Vorschläge zur Gestaltung von Kinderspielplätzen oder mit Kindern in die Natur hinaus. Fragen zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg – Strassenquerungen oder sichere Radwege – gehören dazu.

An allen drei Thementafeln wurde rege diskutiert, viele Fragen wurden fachlich erklärt oder beantwortet. Es zeigte sich, dass diese MöWi-Samstage bei der interessierten Bevölkerung gut ankommen. «Wir können hier viele Inputs aufreissen», zog Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart ein Fazit, «wer sich für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde interessiert, bekommt hier immer die neuesten Infos.»

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