Heissen Punsch gab es damals nicht

Auf der Suche nach einer Herberge. Foto: zvg
Auf der Suche nach einer Herberge. Foto: zvg

Rund 150 Leute kamen beim Freilichtspiel im Möriker Ortskern mit auf den Weg nach Bethlehem. Neben den Kindern und Laiendarstellern aus der Gemeinde waren die Tiere die eigentlichen Stars der Aufführung. Eselin Nina war schon vor vierzehn Jahren bei der ersten Aufführung mit dabei – auch heuer in der siebten Auflage begleitete sie Maria und Josef. Die Hirten inmitten der Schafherde, die drei Könige hoch zu Ross, sie alle trugen zum Zauber dieses besonderen Krippenspiels bei.

Vor dem Gemeindesaal verkündete zu Beginn ein römischer Soldat die Volkszählung – das Volk murrte zwar dagegen, machte sich dann aber doch mit Maria und Josef auf, um in den Herbergen (Beizen) Mörikens nach Unterkunft zu fragen. Weder «Waage» noch «Rössli» hatten Platz, aber die «Rössli»-Wirtin wies den beiden immerhin einen leeren Stall weiter unten im Dorf zu. Auf dem Weg dorthin traf das Volk die Hirten am nächtlichen Feuer und erlebte mit ihnen die Erscheinung der himmlischen Heerscharen. Die KiK-Kinder (ehemalige Sonntagsschule) spielten die Rollen mit Inbrunst. Dem leuchtenden Stern hinterher ging es dann weiter in Richtung Stall. An einer Strassenecke traf der Tross auf die weit gerittenen drei Könige und gelangte mit ihnen zusammen beim Stall unterhalb der reformierten Kirche an. Maria hatte inzwischen ihr Kind geboren, und im echten Kerzenschein eines Christbäumleins sass die heilige Familie mit echtem Baby in einem kleinen Schafstall beisammen – das Schlussbild.

Ein Ensemble der Musikgesellschaft Möriken-Wildegg begleitete das Spiel mit Weinachtsliedern, die Landfrauen hatten den Stall mit Christbaum wunderbar geschmückt, und die Jungschar wartete am Ende mit einem heissen Punsch auf, an dem sich viele der Besucher dankbar die kalten Finger wärmten. Die Reformierte Kirchgemeinde dankt als Organisatorin des Weihnachtsspiels allen Mitwirkenden und Helfenden. (mks)

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