Happiger Zusatzkredit wegen Mehrkosten in Ammerswil

Der Gemeinderat Ammerswil muss der Gemeindeversammlung vom 9. Juni einen Zusatzkredit von 400000 Franken unterbreiten.

Einmündung Zihlrainstrasse/Lenzburgerstrasse: Wird eine Baustelle werden.
Einmündung Zihlrainstrasse/Lenzburgerstrasse: Wird eine Baustelle werden.

Am 23. Mai 2014 stimmte die Gemeindeversammlung von Ammerswil einem Baukredit von 1,19 Millionen Franken für Kanalisationsbauten zu. Das Projekt umfasste den Ersatz der Abwasserleitungen ab etwa 80 Meter westlich des ehemaligen Restaurants Rütli bis zur Einmündung Zihlrainstrasse sowie ab der Teuftelstrassse, ebenfalls bis zur Einmündung Zihlrainstrasse in die Lenzburgerstrasse. Das Abwasser aus beiden Richtungen mündet in diesem Bereich in einen Vereinigungsschacht.

Ab diesem Bauwerk muss bis zum Sammelkanal Moos eine neue, 95 Meter lange Kanalisationsleitung in vier Metern Tiefe erstellt werden, da diese Verbindung bis anhin noch nicht vorhanden ist. Im Bauprojekt, ausgearbeitet im Jahr 2012, blieb die Grundwasserproblematik und die Tatsache, dass diese neue Kanalisationsleitung drei Meter unter dem Grundwasserspiegel zu liegen kommt, unbeachtet. Erst bei der Erarbeitung des Ausführungsprojekts wurde die Grundwasserkarte konsultiert.

Konventionelle Bauweise ist nicht möglich

Die geologisch-geotechnischen Untersuchungen und der Beizug der Baupläne des Sammelkanals Moos aus dem Jahre 1989 führten zum Ergebnis, dass der 95 Meter lange Graben nicht in konventioneller Bauweise mit herkömmlicher Spriessung geöffnet werden kann. Angewendet werden muss ein Microtunneling-Verfahren.

Dank dieser grabenlosen Bauweise mit dem Vortrieb im Grundwasser muss der Grundwasserspiegel nicht grossräumig abgesenkt werden. Gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung im Bauprojekt 2012 ergeben sich Mehrkosten von 400000 Franken. Diese Kosten wurden anhand von Unternehmerofferten ermittelt.

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