Grosser Andrang am Hamfest

Möriken-Wildegg Nach der langen coronabedingten Pause wurde das sogenannte Hamfest mit Ungeduld erwartet. Statt der erwarteten 400 bis 500 fanden rund 650 Personen den Weg in den Gemeindesaal.

Früh übt sich: Paolo Serafini aus Hendschiken stellte sich beim Löten äusserst geschickt an. Foto: Hanny Dorer
Früh übt sich: Paolo Serafini aus Hendschiken stellte sich beim Löten äusserst geschickt an. Foto: Hanny Dorer

Das Hamfest, das Jahrestreffen der Schweizer Funkamateure, wird von der USKA (Union Schweizerischer Kurzwellenamateure) initiiert und jeweils von einer Sektion organisiert. Dieses Jahr war die Sektion Aargau an der Reihe, einen gediegenen Rahmen für diesen Anlass zu schaffen. Dazu eignete sich der Gemeindesaal Möriken hervorragend.

Schon vor der offiziellen Eröffnung bildeten sich bei der Registrierung am Eingang lange Schlangen. Darunter befanden sich nicht nur Funkamateure, welche sich für die diversen Vorträge und Kurse interessierten und sich in der Ausstellung über die neuesten Geräte informierten, sondern auch andere Personen, die das aussergewöhnliche Hobby näher kennenlernen wollten.

Peilparcours und Löt-Workshop

So konnten sich Interessierte an einer Kurzwellenstation einmal als Funkamateur betätigen oder auf dem Peilparcours mit einem Peilempfänger auf die Suche nach den auf dem Gelände versteckten Peilsendern gehen. Von den jüngeren Besuchern auf grosses Interesse stiess der Löt-Workshop, wo sie unter Anleitung diverse Komponenten auf eine Leiterplatte löten durften. Eine sympathische Art, für Nachwuchs zu sorgen.

Traditionsgemäss bieten die Organisatoren ein separates Damenprogramm an. Die kurzweilige Führung durch das Schloss Wildegg fand bei den Teilnehmerinnen grossen Anklang.

OK-Präsident Wolfram Burgy zog nach dem gemeinsamen Nachtessen mit Rahmenprogramm im Hotel Aarehof ein positives Fazit. Die Schutzmassnahmen seien akzeptiert worden, die Registrierung der Besucher habe erstaunlich gut geklappt und es habe den ganzen Tag eine fröhliche Stimmung geherrscht. «Vor allem am Vormittag kamen wir aber schon an unsere Grenzen», gibt er zu. Man habe nicht mit einem derartigen Ansturm gerechnet. «Es sind zeitweise einfach zu viele aufs Mal eingetroffen», blickt Burgy zurück.

Dies bekam nicht nur der Verkehrsdienst zu spüren, sondern auch die Kaffeestube, die zeitweise völlig überlastet war. Am Nachmittag wurde es dann ruhiger: Die Funkamateure sassen gemütlich beisammen, tauschten Erfahrungen aus und gaben Neulingen wertvolle Tipps. «Also, bis nächstes Jahr» lautete der häufigste Abschiedsgruss.

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