Gartentipp: Richtig Rosen schneiden

Arbeitet  auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Melissa Gögele. Foto: MA/Pascal Meier
Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Melissa Gögele. Foto: MA/Pascal Meier

Rosen sollten im Frühjahr geschnitten werden. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Ein zu früher Schnitt kann dazu führen, dass die geschnittenen Triebe bei noch zu tiefen Temperaturen wieder zurückfrieren. Faustregel: Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist ungefähr dann, wenn die Forsythien (Goldglöckchen) blühen. In der Regel ist das jeweils Anfang März. In dieser Zeit beginnen bei den Rosen im unteren Bereich die Knospen zu schwellen. Wildtriebe (die Austriebe aus dem Wurzelstock) sollten dann nach unten abgerissen werden. Das ist eine Arbeit, die das ganze Jahr gemacht wird.

Die Rosen schneiden Sie dann am besten mit einem scharfen und sauberen Schnittwerkzeug. In einem ersten Schnitt werden bei allen Rosenklassen überalterte, schwache und kranke Triebe herausgeschnitten, genauso dürres Holz. Es sollten keine Stummel zurückbleiben. Bei Edelrosen, Beetrosen und Miniaturrosen werden die vier bis fünf kräftigsten Triebe stehengelassen und auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Unter «Augen» versteht man jene Stellen, an denen neue Triebe entstehen. Stark vergabelte Triebe werden entfernt.

Einmalblühende Strauchrosen werden nur ausgelichtet. Diese Gruppe blüht nur am mehrjährigen Holz. Die Triebe werden direkt an der Basis entfernt. Wird stattdessen im oberen Teil der Pflanze geschnitten, fördert das die Verkahlung.

Bei mehrmals blühenden Strauchrosen werden die starken Triebe auf bis zu einen Drittel der Länge zurückgeschnitten. Die schwächeren Triebe schneiden Sie auf vier bis fünf Augen zurück. Damit die Rose in die Höhe wächst, werden die vier bis fünf stärksten Triebe gar nicht geschnitten. Jedoch sollten Sie bei dieser Methode ein bis zwei der ältesten Triebe direkt an der Basis wegschneiden, damit die Pflanze nicht veraltet.

Die einmalblühenden Kletterrosen werden als einzige Sorte im Sommer geschnitten. Kürzen Sie die Seitentriebe, welche geblüht haben, auf zirka 20 Zentimeter. Die kräftigen Haupttriebe werden stehen gelassen sowie ein bis zwei überalterte Triebe an der Basis weggeschnitten. Bei den mehrmals blühenden Kletterrosen dagegen werden pro Jahr nur ein bis zwei Haupttriebe entfernt und die Seitentriebe auf vier bis fünf Augen geschnitten.

Bodendeckerrosen können alle drei Jahre verjüngt werden, indem auf drei bis fünf Knospen geschnitten wird. Die Kronen der Stammrosen werden auf vier bis fünf Augen geschnitten.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils in der zweiten Ausgabe des Monats über aktuelle Gartenaspekte.

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