Gartentipp: Gemüseernte im Winter

Arbeitet als Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Lea Walzer. Foto: MA/Pascal Meier
Arbeitet als Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Lea Walzer. Foto: MA/Pascal Meier

Im Herbst gibt es immer noch einiges zu tun im Garten. Jetzt ist Erntezeit, zum Beispiel für Kernobst. Zudem stehen Aufräumarbeiten an und empfindliche Pflanzen müssen eingewintert werden.

Was dabei oft vergessen geht: In dieser kälteren Jahreszeit kann immer noch ausgesät werden, um auch im Winter das eine oder andere Grün aus dem eigenen Garten zu ernten. Im September und Oktober ist genau die richtige Zeit, um solches zu säen. Zum Beispiel Kresse, Nüsslisalat, Spinat, Hirschhornsalat, Roter Winterlattich oder Schnittmangold.

Winterpostelein als Tipp

Ich persönlich finde die eher unbekannte Winterpostelein oder Winterportulak (Claytonia perfoliata) einen wahren Gaumenschmaus. Sie kann im Herbst und im Winter ausgesät werden. Dieses Wintergemüse braucht zum Keimen eher tiefe Temperaturen und ist frosthart. Zuerst bilden sich kleine Blattrosetten am Boden mit leicht fleischigen Blättern.

Später wächst die Pflanze rund 30 Zentimeter in die Höhe und bildet tellerförmige, relativ grosse Blätter. Diese frischen, grünen Blätter schmecken hervorragend als Salat oder auch leicht gedünstet. Winterpostelein ist reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Die anspruchslose Pflanze gedeiht auch bestens in einem Topf auf dem Balkon. Werden nur die oberen Blätter geschnitten, wächst die Winterpostelein nach – und zwei, drei weitere Ernten sind möglich.

Haben Sie auch Lauch gepflanzt? Dieser kann den ganzen Winter über geerntet werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Mein Tipp: Lassen Sie den einen oder andern stehen. Es ergeben sich im Folgejahr wunderschöne kugelförmige Blüten, die von Bienen und Hummeln rege besucht werden.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils in der zweiten Ausgabe des Monats über aktuelle Gartenaspekte.

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