Friedhof aufgewertet

Wird geschätzt: Der Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten und der Linde. Foto: Marc Döderlein
Wird geschätzt: Der Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten und der Linde. Foto: Marc Döderlein

 

Othmarsingen: Die Umgestaltungsarbeiten im Friedhof sind abgeschlossen. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeinderätin Monika Zollinger hat ganze Arbeit geleistet. Positive Rückmeldungen zeugen davon.

Am kommenden Sonntag hätte sie stattfinden sollen, die Einweihung des umgestalteten Friedhofs. Doch die Coronapandemie verunmöglicht den Anlass. Schlicht, aber mit viel Würde war die Feier geplant. Und grosse Dankbarkeit wäre ausgedrückt worden an alle Beteiligten, angefangen bei den Stimmberechtigten, die an der Gemeindeversammlung vom 23. November 2018 dem Verpflichtungskredit von 195000 Franken zugestimmt haben. 

Längst war bekannt, dass der Friedhof Mängel aufwies. Die Anlage galt als nicht hindernisfrei und die mit Rollkies belegten Flächen und Wege forderten den älteren Menschen mit dem Rollator viel Mühe ab. Einladende Sitzgelegenheiten, schattige Plätze und eine ansprechende Bepflanzung des Urnenplattengrabes fehlten. 

Geschaffen werden soll ein neues Gemeinschaftsgrab, während das bestehende nach einer Aufwertung rief. Die Anordnung der Urnengräber am Boden wirkte eher zufällig. In der Arbeitsgruppe und im SKK Landschaftsarchitekturbüro AG in Wettingen reifte ein überzeugender Plan, der die Bitten aufnahm, die immer wieder an den Gemeinderat herangetragen wurden.

Der Friedhof soll nach der Umgestaltung für die Bevölkerung ein Ort sein, der zur Stille und Besinnung einlädt, dies das Ziel der Arbeitsgruppe. Die Hoffnung hat sich erfüllt. Einwohner zollen der Umgestaltung einhellig viel Lob. Monika Zollinger streicht die angenehme Zusammenarbeit mit Gartenbauer Urs Willener, Lenzburg, hervor. 

Die Anlage mit dem verschönerten Urnenplatten-Gemeinschaftsgrab, dem neuen Gemeinschaftsgrab, dem aufgewerteten Aufenthaltsbereich, den befestigten Wegen wirkt strukturierter und harmonischer. Viel Anerkennung findet das Urnenplatten-Gemeinschaftsgrab dank der Einfassung der Grabreihen durch Stahlplatten und dem Ganzjahres-Bepflanzungskonzept. 

Hildegard Jenzer besucht immer gern das Urnengrab des vor 14 Monaten verstorbenen Ehemannes. Sie schätzt das Ambiente und die Ruhe. Ebenfalls regelmässig anzutreffen ist Rita Plüss, da sie die Gräber ihres Schwiegervaters und ihres Schwagers betreut. Ihr gefällt, wie auf den beiden Gemeinschaftsgräbern immer Blumen blühen. Derzeit sind es die Steinnelken und der Zierlauch. Monika Zollinger spricht gar von einer malerischen Anlage.

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