Feuerwehr zum Anfassen
An der Hauptübung der Regio Feuerwehr Lenzburg durfte die Bevölkerung diesmal auch selbst mit anpacken, und an verschiedenen Posten wurden Einsätze mit unterschiedlichen Mitteln und Werkzeugen demonstriert.
Die zahlreich erschienenen Feuerwehrinteressierten jeden Alters hatten Gelegenheit, sich von der ausgefahrenen Autodrehleiter aus rund 30 Metern Höhe einen Überblick über das Gelände zu verschaffen. Wieder am Boden, bekamen sie an verschiedenen Posten unter Miteinbezug der Jugendfeuerwehr interessante Einblicke in das Feuerwehrhandwerk geboten. Es wurde gezeigt, mit welchen Löschmitteln welches Feuer gelöscht werden kann, und nebenan kamen verschiedene Strahlrohre zum Einsatz. Auf grosses Interesse stiess der Posten «Strassenrettung». Der Fahrer war nach einem Unfall am Steuer eingeklemmt. Ein Samariter im Auto betreute den Patienten. Der Chef technische Rettung hatte sich entschlossen, die Fahrertüre zu entfernen. Es kommt immer auf den Zustand des Patienten an, ob die Rettung schnell oder eher schonend vor sich gehen muss, dies bestimmen die Leute vom Rettungswagen. Die moderne Technik stellt die Feuerwehr vor Probleme. Dass die Fahrzeuge immer sicherer werden, bedeutet, dass bei einem schweren Unfall immer grössere Anforderungen an die Bergung entstehen. Muss eine Tür abgetrennt werden, kann es zum Beispiel sein, dass plötzlich der Airbag ausgelöst wird. Jeder Schritt muss genau vorausgeplant werden.
Umfassender Einblick
Aber auch der Spass kam nicht zu kurz, so konnte spielerisch die Handhabung von verschiedenen Geräten versucht werden. Mit einem Spreizer galt es, einen Kunststoffbecher voll Wasser ein paar Meter weit zu tragen und das Wasser dann in einen andern Becher zu leeren. Gar nicht so einfach, die Handhabung dieses 75 Tonnen starken Werkzeugs erfordert Fingerspitzengefühl. Wenn man den Becher zu stark einklemmte, ging er kaputt, und wenn man ihn zu wenig einklemmte, fiel er herunter. Die hydraulische Schere hat eine Schneidkraft von rund 60 Tonnen, wer mochte, konnte damit unter kundiger Leitung ein Stück Rohr abschneiden. Auch die Eimerspritzen kamen spielerisch zum Einsatz. Mohrenköpfe waren die begehrte Belohnung für gelöste Aufgaben. Ein Parcours mit Kinderfahrzeugen für die Kleinsten, der Einsatz der Wärmebildkamera und vieles mehr gaben einen wirklich umfassenden Einblick in die Arbeit der Feuerwehr.
4180 Stunden Einsatz
120 Übungen hat die Regio Feuerwehr Lenzburg in diesem Jahr absolviert, dazu bis jetzt mit 11 Brandbekämpfungen, 3 Strassenrettungen, 5 Einsätzen zugunsten von Notfall/Rettungsdienst, 9 Öl- und Chemiewehreinsätzen, 1 Personenrettung, 14 Bienen- oder Wespeneinsätzen, 31-mal Brandmeldeanlagen ohne Intervention, 8 Wasserwehreinsätzen, 30-mal Verkehrsdienst und Brandwache, 1 Tierrettung und 2 Gasalarmen insgesamt 4180 Einsatzstunden geleistet.
Auf das neue Jahr werden Wachtmeister Sven Gloor zum Chef ADL und Oberleutnant Michael Frey zur Entlastung der Kommandantur zum zweiten Vizekommandanten und Chef Ausbildung befördert.









