Endlich in Sicht: Das Ende der Schulprovisorien
Holderbank Es geht vorwärts mit der Schulraumplanung in Holderbank. Von 51 Bewerbungen hat der Gemeinderat 7 ausgewählt, die nun Projekteingaben machen dürfen.

Anfang Jahr kam wieder Bewegung in die Schulraumplanung in Holderbank. Der Projektwettbewerb «Neubau Einfachturnhalle und Primarschulhaus» wurde öffentlich ausgeschrieben. Mittlerweile hat der Gemeinderat von 51 Bewerbern 7 ausgewählt, die Projekteingaben machen dürfen. Entscheidend für die Auswahl sei die ausgewiesene Erfahrung gewesen, so Gemeindeammann Herbert Anderegg.
Vergangene Woche lud der Gemeinderat die Kandidaten ein, das zu bebauende Areal zu besichtigen. Den Zuschlag erhält, wer in den Punkten Idee, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit überzeugt. Entstehen sollen eine neue Turnhalle, ein neues Primarschulhaus mit vier Klassenzimmern, vier Gruppenräumen, einem Werkraum inklusive Lager und einem Lehrerzimmer. Voraussetzungen für die Eingaben sind, dass die Neubauten ins Dorfbild passen, die zur Verfügung stehende Landfläche optimal ausgenutzt wird und die Bauten baulich und architektonisch überzeugen. Das Kostendach beträgt laut Herbert Anderegg 8,6 Mio. Franken. Ausgaben, die sich auch auf den Steuerfuss auswirken könnten. Eine allfällige Steuererhöhung in ein bis zwei Jahren ist laut Gemeindeammann nicht ausgeschlossen.
Bundesgericht gab grünes Licht
Läuft alles nach Plan, ist in vier Jahren die Zeit der Schulprovisorien in Holderbank vorbei. Für die Holderbanker Schulleitung bedeutet das Aufatmen. Denn der Schulraum in der 1250 Einwohner starken Gemeinde ist knapp, und das seit längerem.
Insgesamt werden in Holderbank zurzeit 30 Schüler in Provisorien unterrichtet. Für 65 Primarschüler stehen im alten Schulhaus zwei Klassenzimmer zur Verfügung, ergänzt wird das Raumangebot seit 1974 durch einen provisorischen Pavillon und seit drei Jahren mit zwei Containern.
Der knappe Schulraum bewog den Gemeinderat bereits vor vier Jahren zum Handeln. Auf dem Land hinter der Turnhalle in Richtung Kirche, also dort, wo heute der Pavillon steht, sollten ein neues Primarschulhaus und eine neue Turnhalle entstehen. Weil sich die Nachbarschaft gegen den Neubau bis vor Bundesgericht wehrte, blieben die Pläne jedoch vorerst in der Schublade.
Im Herbst vergangenen Jahres entschied das Bundesgericht zugunsten der Gemeinde. Die stattgegebene Umzonung einer Landparzelle in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen ebnete den Weg für die Projektplanung für zusätzlichen Schulraum.
Dieser wird laut Schulleiterin Barbara Kälin dringend benötigt. Mit den Containern komme man zwar derzeit über die Runden, mit dem prognostizierten Wachstum der Dorfbevölkerung sei aber langfristig zusätzlicher Schulraum nötig.
Erst einmal wird es vorübergehend aber nochmals eng. «Wenn wir anfangen zu bauen, wird es knifflig», weiss Herbert Anderegg. Dann muss der Pavillon weg, und es werden zeitweilig mehr Container nötig.
Über den Projektierungskredit für die Schulraumplanung soll die Gemeindeversammlung spätestens im Sommer nächstes Jahr entscheiden. Der Baustart ist für Herbst 2020 vorgesehen. Ein sportlicher Fahrplan.



