Eintrittspreise steigen zum Saisonstart
Möriken-Wildegg Das Wasser liegt ruhig, fast unbewegt in den Becken der Badi Möriken-Wildegg. Noch. Denn in wenigen Wochen wird es wieder aufgewühlt – von Sprüngen, Wellen, Leben. Mit dem Saisonstart am 18. April beginnt die neue Saison. Für das Badi-Vergnügen müssen die Gäste dieses Jahr allerdings tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr.
Noch wirkt die Anlage ruhig. Die Becken sind bereit, die Liegewiese gepflegt, alles ist vorbereitet auf das, was kommt. Und doch fehlt das Entscheidende: die Menschen. Denn eine Badi ist erst dann eine Badi, wenn sie lebt. Wenn Kinder ins Wasser rennen, wenn auf Handtüchern diskutiert wird, wenn irgendwo ein Ball landet, wo er nicht sollte.
«Es ist ein Treffpunkt im Sommer für Jung und Alt», sagt Bademeister Dani Hürzeler.
Die Vorbereitungen laufen
Hinter den Kulissen läuft der Betrieb längst, auch wenn noch niemand durchs Drehkreuz geht. Der Arbeitstag beginnt früh: Technik kontrollieren, Becken reinigen, Wege und Anlagen instand halten. «Wir starten bereits am Morgen früh mit der Kontrolle der Technik, machen Reparaturen, Wasseranalysen und haben einige organisatorische Aufgaben, bevor die Saison beginnt», so Hürzeler.
Mit dem Saisonstart verschiebt sich der Fokus: Dann geht es zusätzlich um Aufsicht, Präsenz und darum, dass sich alle Gäste sicher und wohl fühlen.
Warm ins Wasser – dank Industrie
Ein Vorteil der Badi Möriken-Wildegg liegt im Wasser selbst. Dank Abwärme der Jura-Cement-Fabriken kann die Temperatur stabil gehalten werden. «Das ist ausschlaggebend für einen frühen Start», erklärt Hürzeler. Gerade im Frühling entscheidet das darüber, ob Gäste bleiben – oder nach wenigen Minuten wieder aus dem Wasser steigen.
Die Preise steigen dieses Jahr
Die sichtbarste Veränderung dieser Saison betrifft die Preise. Sie werden angepasst – aus nachvollziehbaren Gründen. «In Folge höherer Chemikalien-, Strom- und Unterhaltskosten sind die Betriebskosten in den letzten Jahren gestiegen», sagt Hürzeler .
Konkret bedeutet das: Einzeleintritte kosten neu einen Franken mehr, Saisonabos für Erwachsene steigen um 20 Franken, übrige Abos um zehn Franken. Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus. «Eine Preisänderung hat in der ersten Phase immer etwas Kritik zur Folge», sagt Hürzeler. Gerade Stammgäste relativieren die Anpassung jedoch oft rasch – nicht zuletzt dank Aktionen wie der Rabattwoche zu Saisonbeginn.
Es braucht klare Regeln
An heissen Tagen wird die Badi zum Treffpunkt für viele. Dann steigen nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Anforderungen an den Betrieb. Sicherheit, Hygiene und Rücksicht stehen im Zentrum. «Bei einigen Besuchern ist der Respekt und Anstand nicht mehr sehr ausgeprägt», sagt Hürzeler. Das bedeutet mehr Kontrolle und klare Vorgaben – damit sich alle Gäste wohlfühlen können. Denn: Die Badi ist längst mehr als ein Ort zum Baden. Veranstaltungen wie Beachvolleyball-Turniere, Zeltnächte oder die «Tropical Night» bringen zusätzliche Dynamik. Sie erweitern das Angebot und machen die Anlage auch für jene attraktiv, die nicht regelmässig schwimmen gehen. Wenn sich am 18. April die Tore öffnen, wird die Diskussion um die Preise wohl noch präsent sein. Doch sie dürfte rasch in den Hintergrund treten. Denn was bleibt, ist das, was eine Badi ausmacht: Wasser, Begegnung, Bewegung. Oder, wie es Dani Hürzeler zusammenfasst: «Freundlichkeit, Sauberkeit und ein breites Angebot.» Und dieses Gefühl, wenn der Sommer wieder beginnt.







