Busspur, Spitex und neue Gesichter
Staufen Erfreulicher Finanzhaushalt und eine Busspur von Schafisheim nach Staufen waren zwei Themen, die auch an der Einwohnergemeindeversammlung vom 3. Juni auf der Traktandenliste stehen.
Die Tische im Zopfhuus waren einmal mehr reich bedeckt mit verschiedenen Getränken und Snacks und die zahlreich erschienenen Staufnerinnen und Staufner bewiesen an diesem sonnigen Sonntagmorgen, dass sie sich für die Gemeindepolitik interessieren. Gemeindeammann Patrick Braun bedankte sich bei den Anwesenden und erwähnte auch gleich eine Staufner Premiere: «Heute ist der erste gemeinsame Auftritt des neuen Gemeinderatsgremiums in der Öffentlichkeit.»
Er begrüsste die Bisherigen Denise Berger und Urs Welti sowie die Neuen Linda Cali und Michele Carrer. Auch dankte er allen Mithelfenden, die dafür sorgen, dass der Politapéro stets ein tolles Treffen wird.
Warum mit uns?
Nach dem Austritt der Gemeinde Möriken-Wildegg aus der Spitex Region Lenzburg und der Zusammenarbeit mit einer privaten Organisation sorgt dieser Entscheid bei den verbliebenen zehn Mitgliedsgemeinden für Gesprächsstoff. Jürg Link, Präsident der Spitex Region Lenzburg, sowie Marco Gyr, Leitung Spezialdienste und Ambulante Psychiatrie, gaben nähere Informationen rund um die Leistungen und speziell zu den hohen Kosten, die für alle Gemeinden stetig ansteigen.
Link zeigte die wichtigsten Faktoren der Spitex auf: Rund 1100 Klienten pro Jahr führen zu 200000 Einsätzen der rund 130 Mitarbeitenden, darunter 12 Lernende, in einem Einzugsgebiet mit rund 40000 Einwohnern. Finanzierung und Aufwand der Spitex wurden erklärt, ebenso die Kostenexplosion. «Auch wir wollen die Kostensteigerung in den Griff bekommen», meinte Link dazu, «aber wir haben auch eine Leistungspflicht, auch für kleine Probleme.» Laut Link lautet das Grundziel «ambulant vor stationär» und die Verantwortlichen schauen strikte darauf, das zu tun, was nötig ist, und nicht, was gewünscht wird. Und so lautete das Schlussfazit von Link: «Darum mit uns.» Patrick Braun fügte dazu bei, dass Staufen bei der Spitex gut aufgehoben ist, was auch Gemeinderat Urs Welti, zuständig für das Ressort Gesundheit, kopfnickend bestätigte.
Eine Busspur für mehr Pünktlichkeit
Ein vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt lanciertes Verkehrsmanagement Region Lenzburg hat zum Ziel, durch verbesserte Massnahmen den Verkehr auf den Hauptachsen zu bündeln und die Stauräume wo möglich an den Siedlungsrand zu verschieben. Dies soll zu einer Erhöhung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) führen und dicht besiedelte Quartiere vor Verkehr schützen.
Dazu soll auch eine Busspur Schafisheim–Staufen beitragen, wie Daniel Merz vom Departement BVU ausführlich aufzeigte. Diese führt vom Coop-Logistikzentrum Richtung Staufen–Lenzburg bis zum Kreisel Zelgli, wo eine Dosierungsampel für freie Fahrt der Linienbusse zum Bahnhof Lenzburg sorgt. Sofern der Kreditantrag von 260000 Franken freigesprochen wird, soll der Baustart Anfang 2029 erfolgen.
Zum Traktandum Rechnung konnte Urs Welti nur Gutes sagen. Die positive Abweichung von rund 330000 Franken gegenüber dem Budget führt zu einem Gewinn von rund 570000 Franken, doch gleichwohl zu einer schwarzen Null. Der Grund dafür ist die Vorfinanzierung der Investition ins neue Schulhaus von 9,23 Millionen Franken. Mit dem Wunsch, dass möglichst viele Stimmberechtigte am 3. Juni zur Einwohnergemeindeversammlung erscheinen sollen, schloss Patrick Braun diesen sonntäglichen Anlass «Staufen im Dialog» und freute sich noch auf tolle Gespräche untereinander.







