Eingriffe in die Naturschutzzone

Die Naturschutzzone «Buech-Stei-acher» in den Gemeinden Staufen und Schafisheim ist 2010 mit 34000 m Aushubmaterial neu modelliert und mit Lehm und Flusskies überdeckt worden. Nun haben sich bei den Amphibiengewässern Mängel gezeigt. Der grosse Tümpel am Waldrand ist stark verlandet, die Lehmschicht der kleineren Pionier-Tümpel ist nicht dicht und auf der ganzen Kiesfläche beginnen Gehölze zu wachsen sowie unerwünschte Pflanzen wie Brombeeren oder Sommerflieder. Nötig ist Abhilfe, denn die Zone ist sogar im Bundesinventar der Amphibienstandorte von nationaler Bedeutung aufgeführt. Angestrebt wird, die ökologischen Werte langfristig zu erhalten. Die Arbeiten gemäss Unterhaltsplan wurden dem Non-Profit-Verein Naturwerk, Windisch, übertragen. In der ersten Novemberwoche leistete Geschäftsführer Albert von Felten mit Zivildienstleuten ganze Arbeit. Das Wasser im grossen Tümpel wurde abgesaugt und der Schlamm samt den Binsen entfernt. Verdichteter Kalkstabilit soll die Lösung bringen. Die ausgetrockneten sieben kleineren Tümpel sind mit einem Vlies und einer Kautschukfolie belegt und mit Rollkies bedeckt worden. Mit Säcken und Karetten sammelten die Zivildienstleute die ausgerissenen Gehölze und Pflanzen ein. Die rund 70 Aren grosse Ruderalfläche droht nun nicht mehr zu verbuschen. Und die Natur wirds richten. Dank dem Regen werden sich die Tümpel wieder füllen. Gelbbauchunken, Kreuzkröten, Zaun-eidechsen und blauflügelige Sandschnecken, seid willkommen; ebenso die Sandlaufkäfer, Wildbienen, Ringelnattern, Schilf- und Seggengesellschaften. AG



