Eine Schule für die Lebensweltder Schülerinnen und Schüler

Rupperswil Die Kreisschule Lotten und die Verbandsgemeinden Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim planen, die Oberstufe künftig an einem einzigen, zentralen Standort in Rupperswil zu führen. An einer Infoveranstaltung in der Sporthalle Rupperswil am Mittwoch, 13. Mai, wurde die Bevölkerung informiert.

Am Infoabend informierten Gemeindeammänner, Gemeinderäte, Architektin und Schulleiter unter der Leitung von Gérald Strub (2. von links). Foto: pwi
Am Infoabend informierten Gemeindeammänner, Gemeinderäte, Architektin und Schulleiter unter der Leitung von Gérald Strub (2. von links). Foto: pwi

Vorgesehen ist ein neues, modernes Schulgebäude, das den Anforderungen an einen zeitgemässen Schulbetrieb entspricht. Damit wird die heutige Struktur mit drei Standorten abgelöst und die Oberstufe an einem Ort gebündelt. Hintergrund sind steigende Schülerzahlen infolge der Bevölkerungsentwicklung sowie veränderte Anforderungen an Schule und Infrastruktur. Aktuell ist die Oberstufe der Kreisschule Lotten auf die drei Standorte Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil verteilt. Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Real- und Sekundarschule sind in 16 Klassen aufgeteilt.

Variante «Mitte» wird bevorzugt

Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Schule zeigten auf, welche Varianten in den vergangenen Monaten geprüft wurden, um tragfähige Lösungen zu finden. «Bevölkerungswachstum braucht mehr Schulraum», sagte Michael Wiederkehr, Gemeinderat in Schafisheim und Präsident Schulverband, «geplant sind 21 Klassenzimmer.» Patrick Sommer, Gemeinderat in Hunzenschwil, zeigte, welche Lösungsansätze geprüft wurden: «Variante 1 wäre ein Ausbau der bestehenden Schulhäuser – also weiterhin drei. Variante 2 ist ein zentraler Standort, eine Zusammenführung an einem Ort mit einem Neubau oder einer Erweiterung.» Schulleiter Rolf Beck zieht Variante 2 vor, denn aktuell arbeiten die Lehrpersonen getrennt, es gibt wenig Austausch untereinander. «Ein zentraler Standort ist eine Schule für die Lebenswelt unserer Schüler», sagte er dazu, «denn Freundschaften und Konflikte machen nicht an der Gemeindegrenze halt.»

Dave Schenker, Gemeinderat in Rupperswil, erklärte, warum seine Gemeinde als zentraler Standort ausgewählt wurde: «Bei der Beurteilung waren pädagogische Qualität, Organisation, Wirtschaftlichkeit sowie Erreichbarkeit und Entwicklungsmöglichkeiten ausschlaggebend. Drei Varianten – ‹West›, ‹Ost› und ‹Mitte› – wurden geprüft, wobei die Variante ‹Mitte› als die beste Lösung herausstach.»

Die Gemeinden entscheiden

Architektin und Raumplanerin Naymi Christoffel erklärte die nächsten Schritte: «Jetzt folgt die konkrete Planung und Entwicklung eines Projektes. Grundlagen dafür sind ein Architekturwettbewerb sowie die vertragliche Regelung der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden.» Gebaut wird vorerst noch nicht, an den kommenden Gemeindeversammlungen wird aber über einen Projektierungskredit von total 697 000 Franken entschieden. Der Anteil von Rupperswil beträgt 316 500 Franken, in Hunzenschwil sind es 223 700 und in Schafisheim 156 700 Franken. Fragen aus dem Publikum betrafen die langen Schulwege und deren Sicherheit. Auch die finanzielle Belastung der drei Gemeinden machten Sorgen, denn es wird mit einer Investition von rund 30 Mio. Franken gerechnet.

Nebst den genannten Rednern waren auch die Gemeindeammänner Daniel Marti (Rupperswil), Urs Wiederkehr (Hunzenschwil) und Nadine Widmer (Schafisheim) Ansprechpartner und durch den interessanten Abend führte Gérald Strub von Strub Partner GmbH. Spannend wird es an den Gemeindeversammlungen in Rupperswil (5. Juni), in Hunzenschwil (19. Juni) und in Schafisheim (23. Juni). Wenn eine Verbandsgemeinde Nein sagt zum zentralen Oberstufenzentrum, ist das Thema vom Tisch. Es könnten lange Abende werden.

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