Eine Betriebsbesichtigung einmal anders

<em>Mit 20 Stundenkilometern durch die JCF «rasen»</em>: Eine Eco-Safari machte es möglich.
<em>Mit 20 Stundenkilometern durch die JCF «rasen»</em>: Eine Eco-Safari machte es möglich.

Wildegg Vergangene Woche luden die Jura-Cement-Fabriken AG (JCF) zu einer Eco-Safari durchs Werkareal in Wildegg ein.

Anlässlich der Eco-Safari steuerten die Teilnehmer sieben verschiedene Themenposten auf dem Werkareal an. Für einmal wurde man nicht herumgeführt, sondern man fuhr mit einem Segway selbständig von Posten zu Posten, begleitet von einem Lotsen. Segways sind zweirädrige, selbstbalancierende und elektrisch betriebene Fahrzeuge. Nach einer kurzen Einführung über die Bedienung und das Verhalten auf dem Gerät schafften es alle, problemlos dieses interessante Fahrzeug zu fahren. Für viele war es das erste Mal, und so drehte manch einer immer wieder eine Zusatzschlaufe, um dieses tolle Fahrvergnügen auszukosten.

8000 Quadratmeter Solarpaneels

Da die Zementherstellung sehr viel Energie benötigt, haben die JCF in den letzten Jahren grosse Investitionen getätigt, um einerseits den Ressourcenbedarf zu senken, andererseits Energien möglichst wieder zu verwenden.

An den sieben Posten erfuhren die Teilnehmer unter anderem, dass die JCF seit März 2017 mit Hilfe einer sogenannten Waste-Heat-Recovery-Anlage (WHR-Anlage) Abwärme aus der Zementproduktion in Strom umwandeln. Die WHR-Anlage liefert so viel elektrische Energie, wie etwa 3500 Haushalte verbrauchen, und reduziert so auch die Strombezüge im Werk Wildegg um einen Fünftel. Die JCF setzen noch auf einige weitere nachhaltige Energieerzeugungen.

So ist auch die grosse Lagerhalle auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern mit Solarpaneels bedeckt, die Sonnenlicht in grüne Energie umwandeln. Mit heisser Luft, die beim Abkühlen von Zementklinker entsteht, wird Wasser auf 130 Grad erwärmt, und dieses Wasser speist das Fernwärmenetz der Regionalen Technischen Betriebe (RTB). Zudem steigern die JCF stetig den Anteil an alternativen Brennstoffen wie Energiegewinnung aus Altpneus oder Kunststoffabfällen aus industriellen Produkten.

Nach der informativen Eco-Safari wurden die Besucher mit Grilladen und Getränken wieder aufgepäppelt – denn Segwayfahren kann ganz schön in die Beine gehen. (Text und Fotos: Pwi)

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