Ein Team aus Veltheim in Costa Rica
Sie bauten, programmierten und designten Roboter – und traten mit ihnen gegen Teams aus über 60 Ländern an: Acht Schweizer Schülerinnen und Schüler in drei Kategorien nahmen vom 10. bis 12. November 2017 an der «World Robot Olympiad» in Costa Rica teil.

In Costa Rica drehte sich alles um «Sustainabots» – um Roboter, die für eine gesunde Umwelt sorgen. Die Aufgabe der Altersklasse «Elementary» bestand darin, einen Roboter zu bauen und zu programmieren, der dabei hilft, die Jaguare und Schildkröten, die im Land vom Aussterben bedroht sind, zu schützen, und die Tiere zurück in ihre natürlichen Lebensbereiche zu bringen – in den Regenwald und das Meer.
Nina und Jesse Born sowie Elias Sidler wohnen in Veltheim. Sie gewannen Anfang Juni 2017 an den Schweizer Meisterschaften und qualifizierten sich für das Weltfinale in der Kategorie «Elementary». Vater Markus Born coachte die drei und bereitete sie auf den Wettkampf vor. Dank Lego-Mindstorms können solche Roboter konstruiert, mit Motoren, Sensoren und Lego-Technik-Teilen ergänzt und über den Computer programmiert werden.
Das Team «Robofactory» arbeitete seit Februar 2017 am vorgegebenen Thema. Die Aufgabe wurde analysiert, Lösungen skizziert, programmiert und getestet. An zwei Wettkampftagen in Costa Rica galt es dann ernst: Sie mussten die Maschine ohne Anleitung aufbauen und diese auf den Parcours schicken. Eine Jury bewertete, ob der Roboter die Aufgaben richtig ausführte und schnell genug war.
40. Rang unter 80 Teams
Am ersten Tag lief für die Kids nicht alles wie geplant, dafür gelang der zweite Teil mit der Überraschungsaufgabe hervorragend, was zum 40. Rang unter 80 Teams reichte. Die Eindrücke aus Costa Rica standen den Kindern nach der Heimreise am letzten Sonntag noch tief ins Gesicht geschrieben. Am Montag durften sich alle noch von den Strapazen erholen, trotzdem standen Nina, Jesse und Elias am Abend beim Gesprächstermin mit dem LBA bereits wieder am «Spieltisch».
Jesse Born war begeistert von der Atmosphäre am Wettkampfort. Aber auch das Land hatte ihn beeindruckt: «Die Tierwelt ist sehr interessant, wir konnten auf Ausflügen viele Sachen sehen, die es bei uns so nicht gibt.» Das Klima hat es Elias besonders angetan: «In Costa Rica ist es immer sehr warm, auch wenn es regnet.»
Dank dem Entgegenkommen der Lehrerschaft und von vielen Sponsoren war es allen möglich, dieses Weltfinale zu erleben. Nebst dem Hauptsponsor Swisslos Kanton Aargau gab es viele Beiträge von Firmen und vielen privaten Gönnern. «Es liegt uns sehr daran, allen Sponsoren hiermit herzlich zu danken», sagte Markus Born zum Abschied. Es war auch Zeit, die Kinder brauchten dringend Schlaf nach den erlebnisreichen Tagen in Costa Rica.



