Ein historisches Feuerwehr-Spektakel

Othmarsingen Anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums des Feuerwehrvereins Maiengrün messen sich am übernächsten Samstag rund 600 Teilnehmer im 23. Schweizerischen Handdruckspritzenwettbewerb im 2871-Seelendorf.

<em>Herausgeputzt: </em>Auch die Feuerwehr Maiengrün geht am 23. Schweizerischen Handdruckspritzenwettbewerb mit ihrer Handdruckspritze an den Start. Foto: zvg
<em>Herausgeputzt: </em>Auch die Feuerwehr Maiengrün geht am 23. Schweizerischen Handdruckspritzenwettbewerb mit ihrer Handdruckspritze an den Start. Foto: zvg

Zehn Mann sind nötig, die im Gleichtakt pumpen, um der Handdruckspritze Wasser zu entlocken. Ohne Muskelkraft geht bei den alten Feuerlöschpumpen, die vom frühen 17. bis ins späte 19. Jahrhundert zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden, gar nichts. Aber: «Bei richtiger Handhabe können die alten Feuerspritzen 40 bis 60 Meter weit Wasser spritzen», sagt Fritz Wirz, OK-Präsident des 23. Schweizerischen Handdruckspritzenwettbewerbs, welcher am Samstag, 1. September, auf der Schulanlage in Othmarsingen abgehalten wird. Damit können die Oldtimer zwar in keinster Weise mit neuen Feuerlöschgerätschaften mithalten, ein interessanter Anblick sind die alten Feuerspritzen alleweil.

Letzmals zum 20-Jahr-Jubiläum des Feuerwehrvereins Maiengrün fand der Wettbewerb im Dorf statt, zum 30-jährigen Bestehen des Vereins ist es nun wieder so weit und es darf heissen: Wasser marsch! Erwartet werden rund 30 Mannschaften aus der ganzen Schweiz mit gut 600 Teilnehmern, die sich im Handdruckspritzenpumpen messen werden. Ein Team reist sogar extra von Ungarn mit seiner Feuerspritze nach Othmarsingen. Bewertet werden die Teams während ihres Einsatzes von über 20 Schiedsrichtern. Pluspunkte gibt es unter anderem für die Spritzweite, das konkordante Auftreten oder den Zustand der Spritze. Besucher dürfen sich auf viel Wettbewerbsgeist und einen Hauch von einst freuen. Denn viele Teams treten im original Oldtimer-Feuerwehrkostüm an. Wer sich dafür interessiert, wie die Vorfahren Feuer bekämpften, kommt ganz auf seine Kosten. Neben einer Ausstellung mit alten Feuerwehrautos und Gerätschaften, die einst zum Feuerlöschen dienten, gibt es eine Demonstration mit Oldtimern beim Brandeinsatz. Meint es Petrus gut mit den Othmissinger Feuerwehrmannen, lässt er es vor dem Anlass noch einmal tüchtig regnen, damit es bei der Demo auch so richtig heiss zu- und hergehen darf.

Auch auf das junge Festpublikum warten spannende Wettbewerbe wie etwa Bullriding oder Mohrenkopfschleudern und eine Hüpfburg. Kulinarisch darf man es sich im Festzelt und im Biertanker bei Gegrilltem oder in der Mehrzweckhalle mit kostengünstigen Tagesmenüs gut gehen lassen. (MS)

Samstag, 1. September, Schulanlage Othmarsingen, ab 7 Uhr: Festwirtschaft; 7.45–10.45 und 13–16 Uhr: Spritzenwettbewerb; 16.15 Uhr: Oldie-Übung; 17 Uhr: Rangverkündung, ab 17 Uhr: Festwirtschaft, Barbetrieb.

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