Die Steuereinnahmen sollen in Staufen wieder steigen

Am Politapéro in Staufen war neben dem Budget und dem Ausblick auf die Traktanden der Einwohnergemeinde auch die Reorganisation der Primarschule Thema.

Das Gemeindehaus in Staufen beherbergt nun auch wieder das Steueramt. Foto: AG
Das Gemeindehaus in Staufen beherbergt nun auch wieder das Steueramt. Foto: AG

Obs daran lag, dass der letzte Politapéro ausgefallen war oder dass die Themen so spannend waren? Gemeindeammann Otto Moser konnte ob des grossen Aufmarsches der Staufner nur mutmassen. Der Saal im Zopfhuus war bis auf den letzten Platz besetzt. Gemeinderat Pascal Furer berichtete über den Stand der Dinge betr. Schulgeldabrechnung der Stadt Lenzburg, welche im vergangenen Jahr einen massiven Anstieg verzeichnete. Dies im Gegensatz zu den Berechnungen der Gemeinde Staufen. Er legte die komplexen Berechnungen dar und ist überzeugt, dass mit Lenzburg ein Kompromiss ausgehandelt werden könne. «Die Thematik der Schulgeldabrechnung hat jedoch nichts mit dem Austritt aus der Regionalschule zu tun», hielt Pascal Furer abschliessend fest.

Ansonsten zeigt sich das Budget ausgeglichen, ja im «grünen Bereich», wie es anschliessend Vizeammann Peter Hauri ausdrückte. Positiv überrascht sei man vom Eingang der Baubewilligungsgebühren gewesen, welche mit 150000 Franken zu Buche schlugen. «Die Steuereinnahmen dürften bis Ende Jahr das Budget übertreffen und die Rechnung somit leicht besser abschneiden als budgetiert», freute sich Hauri. Bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 89% budgetiert Staufen die kommenden Jahre und sieht gemäss der stetig steigenden Bevölkerungsentwicklung einen Anstieg der Einnahmen.

Doch nicht nur die steigende Einwohnerzahl ist ein positiver Faktor, sondern man verspricht sich massive Kosteneinsparungen durch die ab 2017 eigenständige Führung des Steueramtes. Bis ins Jahr 2021 kann Staufen auf Kieseinnahmen der Gruben «Hugstöck» und «Buech Steiacher» zählen. Danach hofft man, diesen Ausfall durch die Zunahme der Bevölkerung auffangen zu können.

Leistung und Qualität sind gewährleistet

Mit Bravour meisterte die neu gewählte Gemeinderätin Katja Früh Haas ihren ersten Auftritt vor den Staufnern. Neben dem Musikschulregelement, welches in Überarbeitung ist, waren auch der Austritt aus der Regionalschule Lenzburg ihre Themen. Durch die Umstellung des neuen Schulsystems von 4/5 auf 6/4 verzeichnete man eine grössere Zahl an Primarschülern in Staufen, was den Gemeinderat dazu veranlasste, über eine eigenstündige Führung der Primarschule nachzudenken. «Der Gemeindevertrag für die Regionalschule Lenzburg-Staufen-Ammerswil besteht seit 2006/2007. Seitdem ist in der Schullandschaft viel passiert.

Damals ging Staufen den Vertrag ein, um die Oberstufen in Staufen zu behalten. Mit der Umstellung auf 6/4 ist dies nun hinfällig geworden», führte Katja Früh Haas aus. Der Entscheid zur eigenständigen Führung sei nach intensiven Auseinandersetzungen der Arbeitsgruppe gefällt worden. Leistung und Qualität sind gewährleistet. Für die Kinder, Familien und Lehrpersonen läuft der Schulbetrieb wie gewohnt, die Oberstufe wird weiterhin in Lenzburg geführt.

Damit der Strom nicht ausbleibt

An der Gemeindeversammlung vom 16. November haben die Stimmberechtigten neben der Änderung des Bestattungs- und Friedhofreglements, dem Budget und einem Einbürgerungsgesuch über einen Kredit von 168000 Franken für den Ersatz der Zuleitung zur Transformatorenstation im Seefeld zu befinden. Das rund 500 Meter lange Kabel ist in die Jahre gekommen und kann nicht mehr wie gefordert unterhalten werden. Im Zuge des Ausbaus des Seeweges durch den Kanton zum Radweg möchte man im neuen Trassee das neue Kabel verlegen. «Die Investition ist insofern wichtig, als dass diese Noteinspeisung uns in Staufen sicherstellt, dass wir nicht ohne Licht dastehen», schloss Otto Moser seine Ausführungen und damit –nachdem keine Wortmeldungen aus dem Plenum erfolgten – auch den Politapéro.

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