Die Schule im Wandel der Zeit

Im Dorfmuseum Rupperswil können die Besucher eine Zeitreise durch ein Schulzimmer während der letzten hundert Jahre erleben.

Aus langer Erfahrung eine interessante Ausstellung aufgebaut: Irène Pauli (links) und Gaby Siotis (rechts) sind gespannt auf die «Weisch-no»-Reaktionen der hoffentlich vielen Besucher.Foto: Peter Winkelmann
Aus langer Erfahrung eine interessante Ausstellung aufgebaut: Irène Pauli (links) und Gaby Siotis (rechts) sind gespannt auf die «Weisch-no»-Reaktionen der hoffentlich vielen Besucher.Foto: Peter Winkelmann

Die Saisonausstellung führt weit zurück in die Vergangenheit, als die Schulbänke noch aus hartem Holz gezimmert waren. Die Mädchen trugen lange Röcke und die Buben kurze Hosen und Kniesocken.

Auf den Zweierpulten lagen Schiefertafel und Kreide, im Tintenfässli wurde die Schreibfeder mit blauer Tinte gefüllt, um mit schönster Schnüerlischrift Aufsätze ins linierte Heft schreiben zu können.

Von der Schiefertafel zum iPad

Die Gestaltung der diesjährigen Ausstellung lag in den Händen von Gaby Siotis und Irène Pauli. Gaby Siotis ist schon seit 40 Jahren Kindergartenlehrperson, Irène Pauli unterrichtete über 35 Jahre an der Mittelstufe, heute noch in Teilzeitpensen. Beide Frauen sind nicht nur langjährige Lehrpersonen an der Schule Rupperswil, sie haben auch eine direkte Beziehung zum Haus, wo das Dorfmuseum untergebracht ist. Sie wohnten nacheinander in der Wohnung über den heutigen Ausstellungsräumen.

Die Museumskommission unter Präsident Fritz Kummer fand zum Thema «D Schuel im Wandel vo de Zyt» zwei Lehrpersonen, die aus tiefster Erfahrung die nötigen Utensilien wie Schulsäcke, Schulbücher und Schreibfedern sammeln konnten. «Leider gingen durch etliche Schulhauszüglete viele alte Sachen verloren», fasste Irène Pauli die Sammelaktion zusammen, «aber dank vielen Privatspenden können wir interessante Gegenstände quer durch ein Jahrhundert ausstellen.»

Auf einem interaktiven Rundgang kann der Besucher von der alten Schulzeit bis in die elektronische Welt der Gegenwart verweilen.

Präsident Fritz Kummer ist begeistert von der Arbeit der zwei Macherinnen. «Wir sind überzeugt, dass viele Grosseltern mit ihren Enkeln vorbeikommen», schwärmt Kummer von der Ausstellung, «die Kinder werden staunen, wie ihre Omis und Opas noch den Schulunterricht verbringen mussten.» Dank einem Wettbewerb können sich die Besucher noch weiter in das Ausstellungsthema vertiefen. Für einmal gibt es in diesem Schulzimmer keine Noten, sondern es sind schöne Preise zu gewinnen. Die Wettbewerbsauflösung findet am Sonntag, 7. Oktober 2018, statt, danach wird «das Schulzimmer im Wandel der Zeit» wieder geschlossen.

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