Die Proben für «Gräfin Mariza» sind im vollem Gang

90 Jahre Operette Möriken-Wildegg. Anlässlich des Jubiläums bringt der Verein einen Klassiker der Operetten-Literatur auf die Bühne im Gemeindesaal. Die Macher versprechen ein völlig neues Klangerlebnis.

Feilen am Detail bei den Proben: Niklaus Rüegg als Fürst Populescu (li) und Andrea Hofstetter als Gräfin Mariza. Foto: Peter Siegrist
Feilen am Detail bei den Proben: Niklaus Rüegg als Fürst Populescu (li) und Andrea Hofstetter als Gräfin Mariza. Foto: Peter Siegrist

Die Proben für das Stück «Gräfin Mariza», eines der bekanntesten und erfolgreichsten Operetten-Werke des Komponisten Emmerich Kálmán, laufen seit Mitte September im Gemeindesaal Möriken-Wildegg auf Hochtouren. «Die Herausforderung liegt im Detail», weiss Regisseur Thomas Dietrich und lässt die semi-professionellen Darsteller und den 33-köpfigen Chor zum zweiten Mal die gleiche Partie wiederholen.

Im Oktober stösst noch das 26-köpfige, professionelle Orchester zu den Proben. Als Besonderheit umfasst dieses ausschliesslich Streichinstrumente. Dieses einmalige Arrangement wurde bisher in dieser Form nur in Bern so aufgeführt. Den Grund für diese Komposition verrät der musikalische Leiter, Bruno Leuschner: «In einem kleinen Saal wäre ein vollzähliges Orchester schlicht zu laut, darum haben wir uns für diese Variante entschieden.» Er verspricht «ein völlig neues Klangerlebnis».

Bekannte und eingängige Melodien

Mit «Gräfin Mariza», der 38. Operettenproduktion, habe man sich abweichend von der Tradition der Operette Möriken-Wildegg wieder einmal für ein bekanntes Stück der Operetten-Literatur entschieden, «einen Klassiker», sagt Produktionsleiter Daniel Angelini. «Mit vielen bekannten und eingängigen Melodien, die auch nach der Vorstellung noch nachklingen werden», verspricht er.

Das Stück handelt von einer Liebesgeschichte und spielt auf einem Schlossgut in der Puszta der 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Die reiche Gräfin Mariza besucht ihr Landgut. Dort arbeitet der verarmte Graf Tassilo inkognito als Verwalter. Bis sich schliesslich Mariza und Tassilo finden, sind viele Umwege mit Missverständnissen, Streit, aber auch Versöhnung nötig.

Die beiden Hauptdarsteller Andrea Hofstetter als Gräfin Mariza und Raimund Wiederkehr als Graf Tassilo stehen bereits zum vierten Mal gemeinsam auf der Bühne, dieses Mal erstmals in Titelrollen. «Die beiden harmonieren sehr gut», befindet Projektleiter Angelini. Derweil feilen Darsteller, Solisten und Chor noch an Details. Für die Premiere vom Samstag, 21. Oktober, sei man aber auf gutem Weg, sagt Regisseur Thomas Dietrich. Erwarten dürfe das Publikum einen unterhaltsamen Operettenabend zum Lachen und Weinen und «natürlich mit Happy End».

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