Die Kulturbar Baronessa wird 20

Sie ist in Lenzburg mittlerweile nicht nur ein beliebter Treffpunkt, sondern eine Institution: Die Kulturbar Baronessa bietet jeden Freitag Konzerte in verschiedensten Sparten. Entstanden ist die «Baronessa» aus der Not.

Selbst Hand angelegt: Einrichtung der «Baronessa» vor 20 Jahren. Foto: zvg

Selbst Hand angelegt: Einrichtung der «Baronessa» vor 20 Jahren. Foto: zvg

Rock’n’Roller spielen auf: The Willyshakers zu Gast in der «Baronessa».Foto: zvg

Rock’n’Roller spielen auf: The Willyshakers zu Gast in der «Baronessa».Foto: zvg

An der 20. Generalversammlung des Vereins Baronessa schaute der Gründungspräsident Reinhardt Staudenmann in einer launigen Rede auf die Anfänge der «Baronessa» zurück.

Vor 20 Jahren haben er und zwei weitere junge Familienväter sich umgeschaut, wo man noch hin kann, wenn die Kinder im Bett sind. Man wurde nicht fündig. Kurzerhand wurde mit weiteren Helfern eine Umfrage im Bekanntenkreis zum Bedarf eines solchen Angebots gemacht. Eigenhändig wurden die Briefe eingeworfen, um das Porto zu sparen.

Grosses Bedürfnis

Die Resonanz war riesig und man machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Raum. Fündig wurde man im jetzt noch aktuellen Lokal auf dem Wisa-Gloria-Areal. Bald wurde auch der Name «Bar-o-Nessa» geboren.

Jetzt hiess es Hand anlegen. Nicht nur wurde das Lokal auf Vordermann gebracht – notabene nur mit Material vom Areal, wie etwa Holzpalette für die Bar drinnen und Kabelkänale für die Bar draussen. Es mussten Leitungen für Strom und Wasser gelegt werden.

Nach sechs Monaten kam das Kind zur Welt – die Geburt war nicht einfach. Aber die Idee wurde belohnt: Anfänglich stand man in 3er-Reihen an der Bar. Man machte in der Folge regelmässig Bekanntschaft mit der Polizei, der Alkoholverwaltung und der Feuerpolizei.

Höhepunkte waren die Aussentermine an verschiedenen Stadtfesten – wenn auch nicht immer finanziell. Es folgten erste Konzerte, Jassabende und Töggeliturniere.

Nach 10 Jahren traten bei den Gründungsmitgliedern erste Ermüdungserscheinungen auf. Man suchte neue Verantwortliche und fand diese in der Person von Thomas Breitinger, der sich als neuer Präsident zur Verfügung stellte.

Mit einem grossem Effort an Investitionen und Renovationen gelang dem Lokal der Neustart. Seither veranstaltet die «Baronessa» regelmässig Konzerte und andere Events und ist dank den freiwilligen Helfern und der grossen Anzahl Mitglieder finanziell unabhängig.

Am Schluss der Jubiläumsversammlung dankte Gründungspräsident Reinhardt «Studi» Staudenmann allen, die zum Erfolg beigetragen haben – namentlich erwähnte er Arlette Ochsner und Felix Stampfli als kreative und innovative Inneneinrichter und Elisabeth Spielmann für die jahrelange Medienarbeit für die «Baronessa».

Viele musikalische Leckerbissen

Die GV hat sämtliche Geschäfte ohne Gegenstimmen genehmigt und den aktuellen Vorstand wie folgt in seinen Ämtern einstimmig wiedergewählt: Remy Lörtscher, Präsident, Thomas Müller, Kassier, Elisabeth Spielmann, Aktuariat/PR, Astrid van der Haegen, Programm, und Franz Hirt, Barteamchef.

Jeden Freitag (ausser Karfreitag und Jugendfest) öffnet die «Baronessa». Das Programm bis Ende Juni wartet mit einem breiten Spektrum an musikalischen Leckerbissen auf wie aus dem Blues- und Jazzbereich die Band Goes Wilde, Rothacher sowie Netzer&Scheytt, Shem Thomas und Reto Burell aus dem Popgenre, die Reggaeband Mighty Roots und als besonderer Genuss der Mundartrocker Hanery Amman. (esp)

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