«Die Jagd muss mit der Zeit gehen»
Der Einladung zum diesjährigen Weiterbildungskurs der Jagdaufseher sind über 200 Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher, weitere Jäger und Jagdlehrgänger gefolgt. Die vier Referate stiessen auf grosses Interesse.

Nach der Begrüssung der Anwesenden durch Marcel Bieri, Produktionsleiter der JCF Wildegg, und Rolf Suter, Vizepräsident der Vereinigung Aargauischer Jagsaufseher VAJ, im Areal der Jura-Cement-Fabriken in Wildegg folgten die Teilnehmenden Referaten an vier verschiedenen Posten. Erwin Osterwalder erklärte anhand von Bildern die Unterschiede von Rissbildern, welche zeigen, ob zum Beispiel ein Reh von einem Luchs oder einem Hund gerissen wurde. Auch nach einem Zusammenstoss mit einem Fahrzeug zeigt das tote Tier spezielle Merkmale.
Die Erneuerungen im Hundewesen waren das Thema von Thomas Laube und Peter Rösch. Die Nachsuche unter dem Aspekt des Tierschutzes und die praxisnahe Anwendung stellen hohe Anforderungen an die Eigenverantwortung des Hundeführers. Stefano Gaudios Referat «vom Schuss bis zum Teller» zeigte die Hintergründe einer einwandfreien Wildbrethygiene und Monika Niklaus gab Informationen und Tipps zur Jagdausbildung, da die praktische Ausbildung der Jagdlehrgänger im Revier dem Jagdaufseher untersteht.
Wichtiger Erfahrungsaustausch
Nicht nur die Weiterbildung, sondern auch Gedankenaustausch und Erfahrungsaustausch sind den Jägerinnen und Jägern an diesem Anlass wichtig, ebenso die Geselligkeit. Seit Jahren sind auch die Jagdlehrgänger eingeladen und sie machen gern Gebrauch von diesem Angebot.
Katrin Strahm aus Hunzenschwil, Jagdlehrgängerin im Revier Diana Lenzburg, brachte es auf den Punkt: «Ich finde es unglaublich schön, wie viele Jäger mit viel Interesse hier dabei sind und wie viel Zeit und Engagement in diesen Anlass investiert wird. Er ist sehr informativ und lehrreich. Es gibt sehr viele altgediente Jäger, die auch noch Fragen haben, mit der heutigen Zeit gehen und noch etwas lernen wollen. Da können wir Lehrgänger nur profitieren.»
Fritz Häusermann aus Sarmenstorf, Jagdaufseher im Revier Seengen, findet: «Es ist ein Weiterkommen, es gibt grosse Veränderungen in der Jagd. Weiterbildung ist wichtig. Zwar haben die Rehe immer noch vier Beine, aber die Jagd muss mit der Zeit gehen. Für mich ist es Ehrensache, sozusagen eine moralische Verpflichtung, dass man an diesen Anlässen teilnimmt.»



