Der «Sunnepark» Schafisheim kommt in den Prüfstand

Die Bauprofile für die geplanten Alterswohnungen «Sunnepark» in Schafisheim stehen; ausgeschrieben wird aber vorerst noch nicht. Zuerst möchte der Gemeinderat klären, ob die geplanten Wohnblöcke ins Dorfbild passen.

Passt das ins Dorfbild? Eine Visualisierung der Bauten für die Alterswohnungen «Sunnepark» in Schafisheim. Foto: zvg
Passt das ins Dorfbild? Eine Visualisierung der Bauten für die Alterswohnungen «Sunnepark» in Schafisheim. Foto: zvg

Seit Juli kann man dank der Bauprofile im Gebiet «Stapfe» in Schafisheim in etwa das Volumen der geplanten Bauten für das Projekt Alterswohnungen «Sunnepark» in Schafisheim abschätzen. Geplant sind zwei Wohnblöcke mit insgesamt 30 Alterswohnungen.

Die beiden Bauten, die durch einen Längstrakt im Erdgeschoss verbunden sind und auf rund 2,5 Meter hohen Stützen stehen, sind 42 Meter lang, rund 13 Meter breit und rund 12 Meter hoch. Eine ansehnliche Kubatur. Doch passt das architektonisch überhaupt ins Dorfbild von Schafisheim?

Um diese Frage zu klären, hat der Gemeinderat von Schafisheim entschieden, einen Auftrag für ein Dorfzonenmodell und eine ortsbauliche Studie zu vergeben. Evaluiert wird vom südlichen Dorfrand bis nördlich zur Kirche und von der Seetalstrasse her bis hin zum Friedhof. Die Studie sei der Grund, warum das Baugesuch noch nicht öffentlich aufliege, so Gemeindeammann Adolf Egli.

Einerseits diene die Studie dazu, zu klären, ob der Bau bei der Bevölkerung willkommen sei oder nicht, andererseits will der Gemeinderat damit auch allfällige projektverzögernde Einwendungen vermeiden. «Eine gute Planung gibt Sicherheit», begründet Egli. Künftig soll die Studie auch als Orientierung für die Dorfentwicklung dienen.

«Ängste sind da»

Bis jetzt liegt zwar kein konkreter Widerstand aus der Bevölkerung gegen das Projekt vor, «Ängste sind aber durchaus vorhanden», weiss Egli. Unsicherheit schüre beispielsweise die Spezialzone des Grundstücks, auf der der «Sunnepark» zustehen kommt. Die Stimmbürger sagten im November 2016 «Ja» zur Rückführung einer der für den Bau vorgesehenen Parzellen von der «Spezialzone Pferdehaltung» in die Zone für öffentliche Bauten (OeB). Mittlerweile ist die Zonenplanänderung vollzogen.

Es gäbe nun Befürchtungen, dass das übrige, nördlich in der OeB-Zone gelegene Land in eine ordentliche Bauzone umgewandelt werde. Dies sei jedoch nicht möglich, betont Egli und führt aus: «Aufgrund des neu geltenden Eidgenössischen Raumplanungsgesetzes hat Schafisheim für die nächsten 15 Jahre genügend eingezontes Land für ordentliche Wohnbauten.»

Die Nutzung von OeB-Land geht mit spezifischen Auflagen einher, die mit einem öffentlich-rechtlichen Vertrag geregelt werden. Möglich sind auf dem Grundstück demnach nur Bauten, die dem öffentlichen Interesse dienen, wie etwa ein Altersheim oder, unter bestimmten Voraussetzungen, auch Alterswohnungen. Damit das Land bei einem Weiterverkauf nicht zweckentfremdet werden kann, lauten die Verträge auf das Grundstück und nicht auf einen Eigentümer.

Öffentliche Auflage bis Ende Jahr

Die Landeigentümer der beiden Parzellen zwischen Friedhof- und Dorfzone und die Investorin, die Firma Gebr. Faes AG, haben sich mittlerweile bei Kaufverhandlungen geeinigt. Auch das Bedürfnis nach mehr Alterswohnungen in Schafisheim, neben den bestehenden elf Wohnungen, ist laut Gemeinderat ausgewiesen. Für den «Sunnepark» haben laut Karin Faes der Gebr. Faes AG bereits zehn Parteien eine Wohnung provisorisch reserviert. Fehlt nur noch ein reibungsloses Baubewilligungsverfahren.

Eine öffentliche Auflage des Bauprojekts ist laut Gemeindeammann Adolf Egli bis Ende Jahr geplant. Dann wird die Bevölkerung auch das Modell im Gemeindehaus ansehen und sich ein eigenes Bild machen können.

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