Der letzte Auftritt der Saison

Othmarsingen Mit einem Heimspiel gegen Mutschellen wird der FC Othmarsingen am kommenden Samstag die 2.-Liga-Saison beenden. Mit dem sich abzeichnenden Platz im Mittelfeld ist Trainer Beat Dünki zufrieden. Zumindest einigermassen.

<em>Einer gegen drei:</em> FC-Othmarsingen-Akteur Marc Isler (weisses Dress) beschäftigt beim damaligen 3:2-Auswärtssieg gleich mehrere Mellinger Spieler. Foto: Ruedi Burkart
<em>Einer gegen drei:</em> FC-Othmarsingen-Akteur Marc Isler (weisses Dress) beschäftigt beim damaligen 3:2-Auswärtssieg gleich mehrere Mellinger Spieler. Foto: Ruedi Burkart

Zu behaupten, Othmarsingens Kicker bürgten für Unterhaltung auf dem Platz, ist fast schon eine bösartige Untertreibung. Denn in der zu Ende gehenden Meisterschaft boten die Bünztaler mit ihrer spektakulären Spielweise quasi Woche für Woche Stoff für Stammtischgespräche.

Ein paar Beispiele gefällig? In der Rückrunde gewann der FCO auswärts gegen Leader Eagles Aarau mit 4:3, danach rasselte er in eine Niederlagenserie und im Aargauer Cup war bereits im Viertelfinal gegen 3.-Ligist Niederwil Schluss mit lustig. «Wir hatten grosse Schwankungen, das stimmt», räumt FCO-Trainer Beat Dünki ein.

Absenzen wegen Militär, beruflichen Weiterbildungen – immer wieder fehlten Akteure. «Einmal musste ich das Team auf sechs Positionen gegenüber dem vorangegangenen Spiel verändern», so Dünki. Doch er wolle nicht jammern. «Das geht anderen Trainern genau gleich.» Auf die Frage, ob er mit der Rangierung im gesicherten Mittelfeld zufrieden ist, meint der Trainer nur: «Ja, eigentlich schon.»

Knipser Zeqiraj nach Wohlen

Für Furore sorgte in den vergangenen Monaten vor allem Othmarsingens Knipser Gezim Zeqiraj. Eine Runde vor Schluss der Meisterschaft hat der letztjährige 2.-Liga-Topskorer alle Chancen auf die erneute Aargauer Torjägerkrone. Es wäre die dritte für den kosovarischen Scharfschützen.

Natürlich weckt so ein Mann Begehrlichkeiten bei anderen Klubs. Verliert der FC Othmarsingen bald seine offensive Lebensversicherung? Dünki beruhigt: «Gezim spielt auch nächste Saison für uns.» Der FCO-General weiss allerdings auch aus eigener Erfahrung, dass sich die Dinge im Regionalfussball schnell ändern können. Sicher ist: Auf Zeqirajs Dienste als Nachwuchstrainer wird der FCO indes künftig verzichten müssen: Der 32-jährige Familienvater übernimmt beim FC Wohlen als Coach die U10.

Beat Dünki ist seit sage und schreibe 1985 die treibende Kraft beim FCO. Der gebürtige Zürcher übernahm Othmarsingen in der 5. Liga. Dann führte er die Bünztaler bis in die 2. Liga. Ab und zu gabs sportliche Rückschläge, die Mannschaft stieg zwischenzeitlich ab. Doch im Frühling 2014 schaffte man die Rückkehr in die regionale 2. Liga. Dort hält sich der 1960 gegründete Klub seither wacker und wird im kommenden August die fünfte Spielzeit in Serie im Oberhaus in Angriff nehmen. Natürlich mit Trainer Dünki an der Seitenlinie.

Samstag, 9. Juni, 19 Uhr, Falkenmatt, Othmarsingen.

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