Chüechli, Schenkeli, Krapfen
Die 75-jährige Erika Vögeli packt am Chüechlitag in Möriken-Wildegg in der Küche immer noch tatkräftig mit an. Sie verrät, auf was es bei den hausgemachten Mörkner Fasnachtschüechli ankommt.

Chüechli, Schenkeli, Krapfen und mehr – am mittlerweile neunten Chüechlitag in Möriken-Wildegg vom Samstag, 24. Februar, kommen Schleckmäuler auf ihre Kosten. Seit den Anfängen im Jahr 2002 hat sich am Traditionsanlass wenig verändert, die Organisatorinnen – das sind der Landfrauenverein Holderbank-Möriken-Wildegg, zuständig für die Verköstigung, und der Frauenverein Möriken-Wildegg, verantwortlich für die Administration – setzen nach wie vor auf Hausgemachtes und Altbewährtes. Die Rezepte für die Fasnachtsleckereien, aber auch die Kuchen, Zöpfe und Bauernbrote sind teils über Generationen weitervererbt.
Die Temperatur muss stimmen
Heute, zwei Tage vor dem Chüechlitag, geht es in der Gemeindehausküche bereits heiss zu und her. Jedoch nicht zu heiss. «Denn bei den Fasnachtschüechli kommt es auf die richtige Temperatur an», verrät Erika Vögeli. «Damit die Chüechli ihre schöne goldige Farbe erhalten, muss das Fett genau die richtige Temperatur haben.» Den Teig hat eine der Landfrauen bereits im Voraus zu Hause zubereitet, damit sich das Küchenteam am Donnerstagnachmittag auf die Verarbeitung konzentrieren kann.
Rund vier Stunden formen dann fleissige Finger Chnoiblätz – das sind Fasnachts-chüechli, Schenkeli, Schlüüferli und Zigerkrapfen. «Sobald eine Serie parat ist, beginnen die einen zu backen, während die anderen weiter den Teig verarbeiten», erklärt Erika Vögeli den Ablauf. Die 75-Jährige ist seit 1970 bei den Landfrauen, zusammen mit ihrem Mann hat sie den Hof in der Strohegg bewirtschaftet. Die Arbeit in der Küche bereitet Erika Vögeli nach wie vor Freude. Das Tempo müsse man dem Alter aber halt schon anpassen.
Zeit für Pausen muss sein und bei dieser Gelegenheit testen die Landfrauen, ob das Gebackene auch so schmeckt, wie es sollte. Zum Kaffee gibt es dann die weniger schön gelungenen Exemplare als «Versuecherli». So ein hausgemachtes Fasnachtschüechli sei halt schon fein, schwärmt Vögeli.
Am Freitag werden die Leckereien dann verpackt, damit sie am darauffolgenden Verkaufstag schön anschaulich für die Chüechlitag-Besucher parat sind. Der Reinerlös vom Chüechlitag geht an die Altersarbeit von Möriken-Wildegg-Holderbank, ausserdem wird mit den Einnahmen der Krankenhilfsfonds vom Dorf unterstützt.
Samstag, 24. Februar, 10.30–15 Uhr, Foyer des Gemeindehauses Möriken-Wildegg
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