Baustart für Fuss- und Radwegbrücken

Rupperswil/Auenstein Der Startschuss für den Bau von zwei neuen Fuss- und Radwegbrücken über die Aare und den Unterwasserkanal in Rupperswil/Auenstein ist erfolgt. Die Bauarbeiten dauern bis Ende April 2020.

<em>Sorgen für den gelungenen Startschuss: </em>Der Auensteiner Gemeindeammann Reto Porta (3. von links), Regierungsrat Stephan Attiger (4. von links) und Rudolf Hediger (5. von links), Gemeindeammann Rupperswil. Foto: Carolin Frei
<em>Sorgen für den gelungenen Startschuss: </em>Der Auensteiner Gemeindeammann Reto Porta (3. von links), Regierungsrat Stephan Attiger (4. von links) und Rudolf Hediger (5. von links), Gemeindeammann Rupperswil. Foto: Carolin Frei

Die beiden bestehenden, nur einspurig befahrbaren Strassenbrücken über die Aare und den Unterwasserkanal zwischen Rupperswil und Auenstein seien auf dem gut 900 Kilometer langen Radroutennetz eine Schlüsselstelle. Umso wichtiger, dass für dieses Nadelöhr eine Lösung gefunden werden konnte, sagte Kantonsingenieur Rolf H. Meier anlässlich des Spatenstichs auf der Mittelinsel. So sollen künftig der Langsam- und der Autoverkehr komplett getrennt werden.

Die beiden neuen Fuss- und Radwegbrücken werden parallel zur bestehenden Strassenbrücke gebaut. Eine Verbreiterung der bestehenden Strassenbrücken, die noch etwa 25 Jahre halten dürften, hätten erhebliche Verstärkungsmassnahmen zur Aufnahme der Mehrbelastung erfordert. Also entschied man sich, zwei neue Brücken zu bauen.

Brücken verbinden Menschen

«Freude herrscht», meinte der Auensteiner Gemeindeammann Reto Porta in seiner Grussbotschaft. «Wir warten schon lange darauf.» Dies bestätigt auch der Rupperswiler Ammann Rudolf Hediger. «Heute ist ein spezieller, freudiger Tag für uns.» Und fügt rückblickend an: «Als Schüler hatte ich den Horror, wenn ich mit dem Rad bei Gegenverkehr über diese schmalen Brücken fahren musste.» Diese beiden Brücken würden nicht nur die Ufer verbinden, sondern vor allem die Menschen, ergänzt Hediger.

Stephan Attiger, Regierungsrat für das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, unterstrich die Wichtigkeit des Langsamverkehrs in Zeiten, wo der Autoverkehr stetig zunehme und die Pendlerzeiten sich immer ausgedehnter präsentierten. Die Lösung, zwei neue Holzbrücken für die Fussgänger und Radfahrer über die Aare und den Unterwasserkanal zu bauen, sei nachhaltig und langlebig zugleich. Und dank der Verwendung von Schweizer Holz sei dies ein eigentliches Leuchtturmprojekt, auf dessen Eröffnung er sich schon jetzt freue. Mit etwas Verspätung, dafür mit Fallschirm landend, kam Special Guest Grossrat Martin Brügger zum Spatenstich. Im Gepäck eine Mini-Schaufel und die Aargauer Fahne.

Träger bis zu 40 Meter lang

Anfang Juni haben die Bauarbeiten begonnen, nachdem vorgängig, ausserhalb der Hauptvegetationszeit, die Rodungsarbeiten ausgeführt wurden. In einer ersten Phase werden bis Ende Jahr die Pfeiler und die Widerlager der beiden neuen Brücken erstellt. Die Arbeiten im Gewässer könnten Anfang Juli, nach Ende der Schonzeiten der Fischerei, aufgenommen werden. Die Montage der Brückenträger aus Holz erfolgt Anfang 2020.

Die bis zu 40 Meter langen Träger werden dann auf die bestehende Strassenbrücke transportiert und von dort mit Autokranen auf die neuen Brückenpfeiler gehoben. Während dieser Arbeiten werden die Brücken für den Verkehr gesperrt. Anschliessend werden bis Ende April 2020 die Fahrbahn und die Geländer auf den Fuss- und Radwegbrücken montiert, ein Gussasphaltbelag eingebaut und die Deckbelagseinbauten ausgeführt.

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