Auf den Spuren der Kommunikation

Niederlenz Am 13. Mai fand die saisonale Eröffnung des Dorfmuseums Niederlenz statt. Die neue Ausstellung «Pfupf und Nebel» zeigt vor allem alte elektrische Geräte.

<em>Saisoneröffnung:</em> Marcel Henchoz und Augusto Rossi hielten einen Vortrag über das Morsen und den Amateurfunk. Fotos: awa

<em>Saisoneröffnung:</em> Marcel Henchoz und Augusto Rossi hielten einen Vortrag über das Morsen und den Amateurfunk. Fotos: awa

<em>Prunkstück der Ausstellung: </em>Ein Morse- Empfangsgerät.

<em>Prunkstück der Ausstellung: </em>Ein Morse- Empfangsgerät.

<em>Fingerspitzengefühl vorausgesetzt:</em> Besucher konnten einen Morseapparat basteln.

<em>Fingerspitzengefühl vorausgesetzt:</em> Besucher konnten einen Morseapparat basteln.

Bereits kurz nach der Museumsöffnung um 10 Uhr waren zahlreiche Gäste zur Eröffnung des Museums versammelt. Zur Einstimmung hielten Marcel Henchoz und Augusto Rossi einen Vortrag über das Morsen und den Amateurfunk. Dabei demonstrierten sie eindrücklich, wie diese Techniken funktionieren. Man spürte die Leidenschaft der beiden Referenten. Mit ihrer Begeisterung weckten sie das Interesse der Anwesenden.

Auch im Internet-Zeitalter sind diese Techniken noch aktuell. In ihrer Entstehung reichen sie bis in die Antike zurück. So hatte der antike griechische Geschichtsschreiber Polybios etwa 150 vor Christus bereits ein «optisches Morsesystem» mit Fackeln entwickelt. Mit dieser Methode konnten Informationen über mehrere Kilometer auf Sicht übermittelt werden. Samuel Morse entwickelte schliesslich ab 1837 den ersten Schreibtelegrafen (Morseapparat) und gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Alfred Vail einen frühen Morsecode.

Dauer- und Sonderausstellung

Die Ausstellung «Pfupf und Nebel» ist vor allem eine Zeitreise in die Vergangenheit. Jeannette Schmidmeister, Präsidentin der Museumskommission Niederlenz, führte durch die Ausstellung und erklärte die einzelnen Exponate. Von alten Telefonen über Haushaltsgegenstände wie Föhn oder Mixer aus den 50er Jahren ist auch ein altes Morse-Empfangsgerät zu sehen. Ebenso alte Transistorradios aus den 70er Jahren oder ein altes Röhrenradio in beachtlicher Grösse aus den 40er Jahren.

Am Nachmittag konnten interessierte Besucher unter Anleitung von Thomas Imfeld selbst anpacken und einen Morseapparat basteln.

Das Museum befindet sich in einem historischen 300-jährigen Aargauer Hochstudhaus mit eingerichteter Küche, Schlafraum und Stube von 1900 im Erdgeschoss. Diverse authentische Gegenstände, die aus den ehemals in Niederlenz ansässigen Handwerksbetrieben stammen, sind als Dauerausstellung im Museum zu sehen.

Im Sonderausstellungsraum werden jährlich neue Wechselausstellungen organisiert, zu deren Hauptthemen Referenten eingeladen werden. Dieses Jahr kann jeweils am letzten Sonntag des Monats bis zum September die neue Ausstellung besucht werden.

Dabei findet jeweils um 10.30 Uhr ein Vortrag zu einem passenden Thema statt, ausgenommen im Juli. So werden an einem Sonntag verschiedene Lampen und Glühbirnen vorgestellt, an zwei weiteren Sonntagen geht es um die Telefonie und diverse elektrische Geräte.

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