Auf dem Weg zur Schauspielerin

Staufen Kira Joehr ist Schülerin der Bezirksschule Lenzburg. Sie möchte Schauspielerin werden und dafür investiert die fünfzehnjährige Staufnerin mit russischen Wurzeln ihre gesamte Zeit und Energie.

Arbeitet daran, ihren Traum von der Schauspielerei wahr werden zu lassen: Die 15-jährige Kira Joehr aus Staufen. Foto: zvg
Arbeitet daran, ihren Traum von der Schauspielerei wahr werden zu lassen: Die 15-jährige Kira Joehr aus Staufen. Foto: zvg

Kira Joehr ist Schülerin an der Schauspielschule BellAcademia, einer Talentschmiede im Herzen Zürichs für begabte Kinder und Jugendliche, wo sie zu den ältesten und erfahrenen Schülern gehört.

Die Kinder- und Jugendschauspielakademie BellAcademia wurde 2013 von der Schweizer Schauspielerin Isabella Schmid gegründet. Sie bietet jungen Talenten, die bereit sind an sich zu arbeiten, eine Infrastruktur, Vorbereitung auf Castings, Sprech- und Schauspieltraining unter professioneller Anleitung bekannter Dozenten sowie die Gelegenheit, Bühnenerfahrung zu sammeln.

Dabei bewegen sich die Jungtalente stets in einem internationalen Umfeld. Der Austausch mit der Kölner Partnerschule BellAcademia wird rege gepflegt. In Zusammenarbeit realisieren die Schüler beider Schulen Kurse und Projekte in Zürich oder Köln.

Die Schüler der BellAcademia traten auch an den Kammerspielen Seebach (ZH) während der Jugendtheaterwoche auf. Die Bühne der Kammerspiele gilt als «Entdeckerbühne». In der Vorführung des Stücks «Die Welle» (nach der Kurzgeschichte von Ron Jones, The Wave) war Kira Joehr in der Rolle der Pat, einer Mitläuferin mit eigener Meinung, zu sehen.

Inhaltlich handelte es sich um alles andere als leichten Stoff auf Grundlage eines realen Experiments im Jahr 1967 an einer amerikanischen Highschool: Die Schüler konnten den Faschismus nicht verstehen – plötzlich waren sie selbst Teil der Bewegung. Mit seinem radikalen Experiment machte der Lehrer Ron Jones seinen Schülern erfahrbar, was es bedeutet, faschistisch zu denken. Er drillte seine Schüler in Disziplin und Gemeinschaftsgeist. Die Situation geriet schnell ausser Kontrolle.

Das Stück haben die Kinder und Jugendlichen der BellAcademia während eines Jahres einstudiert und insgesamt sechs Mal aufgeführt. «Die Zeit war sehr intensiv», erzählt Kira Joehr. «Das Stück ist nicht ohne und hat uns alle sehr zusammengeschweisst. Wir haben viel gelernt. Was es heisst, zusammenzuhalten und in eine Rolle einzutauchen. Man darf sich nicht schämen beim Schauspielen.

Seit ich bei der BellAcademia bin, bin ich selbstbewusster geworden, weil ich Kritik bekomme, die mir auf der Bühne und im Alltag geholfen hat», sagt Kira Joehr. Ihren Traum wird sie auf jeden Fall weiterverfolgen, sie bleibt jedoch auf dem Boden. Erstmal möchte sie die Schule fertig machen.

Informationen zur BellAcademia und zum Profil von Kira Joehr unter www.bellacademia.ch.

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