Auf dem Marti-Areal geht es vorwärts

Die Neuausrichtung des Marti-Areals ist auf der Zielgeraden. Ein Investor ist gefunden.

Blick auf das ehemalige Marti-Areal in Othmarsingen: Restaurant Pflug im Vordergrund. Foto: Pascal Meier
Blick auf das ehemalige Marti-Areal in Othmarsingen: Restaurant Pflug im Vordergrund. Foto: Pascal Meier

Die Gemeinde Othmarsingen kann aufatmen. Die Überbauung auf dem Marti-Areal wird Realität. Mit der Priora AG, einem der führenden Projektentwicklungs- und Generalunternehmen der Schweiz, habe man endlich den richtigen Partner gefunden», schreibt die derzeitige Grundeigentümerin des Areals, der Fleischverarbeiter Centravo AG, in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Priora AG übernimmt von der Centravo den gesamten Perimeter des «Marti-Areals» sowie die Parzellen des Restaurants Pflug. Das Restaurant werde mit einem neuen Pächter solange als bautechnisch möglich in Betrieb bleiben.

«Für den Kaufentscheid war die gute Lage entscheidend», sagt Claudia Aepli von Priora AG auf Anfrage. Aber auch die geplante Mischnutzung von Wohnen, Retail und Büros werde als «sehr positiv» erachtet. Die Überbauung auf dem rund 25000 Quadratmeter grossen Areal wird im Rahmen des bereits im Jahr 2014 genehmigten Gestaltungsplanes erfolgen. Allenfalls gebe es noch leichte Korrekturen, heisst es in der Mitteilung.

Baugesuch für 2018 vorgesehen

Geplant sind knapp 200 Wohnungen, Gewerbeflächen, Büros und Ladengeschäfte. «Die Überbauung wird ein belebtes und beliebtes Zentrum im Dorfkern von Othmarsingen bilden», schreiben Centravo und Priora. Die Eingabe des integralen Baugesuchs für die verschiedenen Realisierungsetappen sei für 2018 vorgesehen.

Dass Bewegung in die Neugestaltung für das Marti-Areal kommt, sorgt auch beim Gemeinderat von Othmarsingen für Aufatmen, denn für die Gemeinde ist der Standort mitten im Dorf von strategisch wichtiger Bedeutung. «Der Gemeinderat ist sehr erfreut, dass für das gesamte Centravo-Areal mit der Priora ein erfahrener und renommierter Investor gefunden werden konnte, der umgehend die ersten Schritte für die Zentrumsüberbauung in Angriff nimmt», so Vizeammann Hans Rätzer. Das ist auch der Startschuss für die Aufnahme der Planungsarbeiten für die Realisierung der neuen Gemeindeverwaltung im neuen Zentrum.

Im Juni 2013 hat die Einwohnergemeindeversammlung dem neuen Gemeindeverwaltungsstandort in der südwestlichen Ecke des Gestaltungsplanperimeters «In den Matten» im Bereich der ehemaligen Käserei zugestimmt. Ausserdem sind im neuen Dorfzentrum ein Ärztehaus und eine Apothekenfiliale vorgesehen.

Verzögerungen bei der Planung

Bereits 2008, als die Centravo die Marti-Protein AG mit deren Produktionsstätten in Othmarsingen übernahm, war klar, dass ihre Präsenz an diesem Standort zeitlich begrenzt sein wird. Denn das Areal mitten im Dorfzentrum eignet sich wesentlich besser für eine Nutzung als Wohn- und Geschäftszentrum als für einen industriellen Fleischverarbeitungsbetrieb.

Eigentlich hätte Centravo bereits auf Ende 2016 das Produktionsgelände in Othmarsingen verlassen und einen Neubau beziehen sollen. Doch bei der Planung und Ausführung habe es Verzögerungen gegeben. Und auch die Suche nach einem Investor gestaltete sich als schwierig.

Die Centravo wird den Betrieb nach Oensingen verlagern, das Betriebsgebäude ist bereits erstellt. In Othmarsingen werde der Betrieb vorläufig auf einem reduzierten Niveau aufrechterhalten, so, dass die Wartung der Anlagen und der Infrastruktur bis zum eigentlichen Baubeginn sinnvoll gewährleistet bleibe.

Sollte das Planungs- und Genehmigungsverfahren reibungslos über die Bühne gehen, wird die Bauphase mit dem Rückbau der alten Anlagen im Frühjahr 2019 starten können und die erste Etappe des Bauprojekts im Laufe des Jahres 2021 fertiggestellt sein.

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