ARA Seetal – ein grosses Projekt mit vielen Hürden

Möriken-Wildegg Was passiert eigentlich mit unserem Abwasser und wie können die Gemeinden für eine nachhaltige Abwasserreinigung zusammenarbeiten? Diese und weitere spannende Fragen wurden am Montagabend anlässlich einer von der GLP Möriken-Wildegg organisierten Führung durch die ARA Langmatt geklärt.

Führte gekonnt durch «seine» Anlage: Betriebsleiter Roman Bieri (rechts). Foto: Romi Schmid
Führte gekonnt durch «seine» Anlage: Betriebsleiter Roman Bieri (rechts). Foto: Romi Schmid

Für Markus Blättler, Geschäftsführer Abwasserverband Region Lenzburg, ist klar: Die ARA Langmatt soll aufgerüstet werden. Gemeinsam mit Betriebsleiter Roman Bieri führte er am Montagabend durch die Anlage. Bis 2030, so Blättler, soll die bestehende Abwasserreinigungsanlage ausgebaut und erweitert werden. Entstehen wird eine moderne, hocheffiziente Anlage, die einige Abwasseranlagen der Region zusammenschliesst.

Grund dafür ist der Erneuerungsbedarf – unter anderem durch die anspruchsvolle Technologie für Mikroverunreinigungen, aber auch Kapazitätsgrenzen. Roman Bieri, Betriebsleiter ARA Langmatt, erklärt: «Viele Gemeinden sind in den letzten Jahren überproportional gewachsen. Spätestens 2030 sind die Kapazitätsgrenzen erreicht.» Das Gemeinschaftsprojekt ARA Seetal, so Bieri, sei eine Win-win-Situation: Abwasser wird noch gründlicher gereinigt, Natur und Ressourcen nachhaltiger geschont, Synergien optimal genutzt und dabei erst noch Kosten gespart.

Es gibt noch viel zu tun

Bis zur Realisierung geht es aber noch ein Weilchen: Noch befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Grösstes Problem: In Wildegg braucht eine ARA Seetal mehr Platz als die bestehende Anlage. Umzonungen, Ersatz und Ausgleichsmassnahmen sowie Koordination mit einer möglichen Umfahrung von Wildegg sind nötig. Ebenso ist der gesetzlich verankerte Auenschutz ein wichtiges Kriterium, das angegangen werden muss.

Weitere Hürden sind die ausstehenden Beurteilungen durch den Heimat- und Naturschutz sowie bezüglich schützenswerter Ortsbilder durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission. «Wir sind seit drei Jahren mit Raumplanungsfragen beschäftigt. Die ARA Seetal ist ein herausforderndes Projekt mit komplexen Sachverhalten. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr in grossen Schritten vorwärtskommen werden», prognostiziert Blättler.

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