ARA Langmatt erhält «Médaille d’eau 2018»

Wildegg Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Langmatt ist mit der «Médaille d’eau 2018» ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt den Abwasserverband Region Lenzburg und das Team der ARA dafür, dass sie Massnahmen für eine hohe Energieeffizienz und eine nachhaltige Energieproduktion umsetzen.

<em>Freuen sich über die Auszeichnung:</em> ARA-Betriebsleiter Roman Bieri und Geschäftsführer Markus Blättler. Foto: zvg
<em>Freuen sich über die Auszeichnung:</em> ARA-Betriebsleiter Roman Bieri und Geschäftsführer Markus Blättler. Foto: zvg

Die «Médaille d’eau» wird alle fünf Jahre vom Verband der Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) sowie vom Verein InfraWatt verliehen und von Energie Schweiz unterstützt. Die Auszeichnung wurde 2003 geschaffen, um einerseits das vorbildliche Engagement vieler Abwasserreinigungsanlagen im Energiebereich sichtbar zu machen. Andererseits soll sie weitere Anlagen dazu motivieren, Massnahmen für einen energieeffizienten Betrieb und die Produktion von erneuerbarer Energie zu realisieren.

Die ARA Langmatt ist auf diesem Weg bereits ein grosses Stück vorangekommen. Sie erreicht nicht nur eine hervorragende Qualität beim Reinigen des Abwassers, sondern weist auch einen hohen energetischen Standard auf. Möglich wurde dies, weil der Abwasserverband Region Lenzburg in den vergangenen Jahren laufend in die Energieoptimierung investiert hat.

Ausgangspunkt für die Optimierungen war eine Energieanalyse. Daraus wurden diverse Massnahmen erarbeitet und umgesetzt. Effizientere Motoren, Pumpen und Gebläse, stromsparende LED-Leuchten sowie eine energieoptimierte Betriebsweise der gesamten Anlage haben den Energieverbrauch deutlich gesenkt.

Ausserdem ist es der ARA Langmatt gelungen, ihren Ausstoss von Methan – einem hochaktiven Klimagas – stark zu reduzieren. Sie hat dazu den früher offenen Schlammstapel überdeckt, hält so das Methan zurück und nutzt es nun für die Biogasproduktion. Ein weiterer wichtiger Schritt für eine nachhaltige Energieversorgung ist zudem die Biogas-Aufbereitungsanlage, welche die SWL Energie AG Anfang 2018 auf dem Areal der ARA Langmatt in Betrieb genommen hat. Sie bereitet das erneuerbare Klärgas zu Biogas auf, sodass es sich ins SWL-Gasnetz einspeisen lässt.

Zusammenarbeit lohnt sich

Alle diese Massnahmen haben dazu beigetragen, dass die ARA Langmatt mit der «Médaille d’eau 2018» ausgezeichnet worden ist. «Wir sind stolz auf den Preis. Er zeigt, dass sich die Zusammenarbeit von vielen Gemeinden im Abwasserbereich besonders lohnt», sagt Geschäftsführer Markus Blättler. «Unsere Grösse erleichtert es, Investitionen in Verbesserungen zu tätigen, die kleinere ARAs möglicherweise nicht stemmen könnten.»

Mit dem Projekt «ARA Seetal» setzen der Abwasserverband Region Lenzburg und vier weitere Abwasserverbände im Seetal und Bünztal genau auf solche Skaleneffekte. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, eine grosse, gemeinsame ARA zu realisieren. (ara/lba)

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