Alpenschafe ziehen durch die Region

Derzeit zieht ein Schäfer mit rund 400 Schafen durch die Region. Kurz nach Weihnachten im vergangenen Jahr hat Schafhirt Martin Schindler aus dem Kanton Schwyz die Verantwortung für die bunt gemischte Schafherde inklusive zwei Border Collie-Hunde übernommen.

«Der Aargau ist ein gutes Gebiet für Wanderherden im Winter», sagt der 32-Jährige, der auf seiner Wanderung nachts im Wohnwagen schläft. Auf der heimischen Alp würden die Tiere nämlich derzeit wegen des vielen Schnees kaum etwas zu fressen finden.

Von Seengen bis Dintikon

Begonnen hat Schindler seine Wanderung im Seetal in Seengen. Wo genau es den Hirten und die Herde hin verschlägt, bestimmt einerseits das Veterinäramt mit einer Bewilligung für ein bestimmtes Gebiet, andererseits das Futter. Ganz den grünen Wiesen nach stattete Schindler mit seinen Tieren bisher den Gemeinden Seengen, Egliswil, Seon, Schafisheim, Staufen und Dintikon einen Besuch ab.

Im Aargau ist Schindler das erste Mal unterwegs, und bis jetzt gefällt es ihm. Nur den Blick auf die Rigi vermisse er. Mit den Aargauern ist der Hirte ganz zufrieden und meint: «Die sind freundlich. Sie haben Zeit für einen Schwatz – so wie ich.» Demnächst zieht es den Hirten Richtung Wohlen. Noch bis Mitte März wandert er mit den Schafen durch den Aargau, danach kehren die Tiere heim auf die Alp zu ihren Besitzern. (Foto: Mirjam Stutz

Text: Melanie Solloso)

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