Adolf Egli ist neu Ehrenbürger
Schafisheim An der Gemeindeversammlung Schafisheim wurde alt Gemeindeammann Adolf Egli zum Ehrenbürger ernannt und der Gemeinderatsentschädigung, nach heftiger Diskussion, schliesslich mit 86 Ja- gegen 18 Nein-Stimmen zugestimmt.

Der Antrag, alt Gemeindeammann Adolf Egli das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, wurde vor einem halben Jahr an der Wintergemeindeversammlung überwiesen. Vor der Abstimmung über die Verleihung blickte Gemeindeammann Roland Huggler letzte Woche zurück auf Adolf Eglis Dienste für die Öffentlichkeit, angefangen mit der Wahl 1989 in die Schulpflege bis und mit 17 Jahre Verantwortung als Gemeindeammann. Huggler unterstrich Eglis Engagement, sein Herzblut für die Sache und seine Gabe als Netzwerker. «Er konnte erfolgreich verhandeln und sorgte immer dafür, dass Schofise in Aarau einen Stein im Brett hatte», erklärte der neue Gemeindeammann.
Eglis Fähigkeiten und der Zielstrebigkeit des Rates sind beispielsweise das neue Schulhaus, die Renovation der Mehrzweckhalle, die Planung der Ortsdurchfahrten sowie die Strassenumbauten im Raum Schoren zuzuschreiben. Adolf Egli dankte mit kräftigen Worten für das verliehene Ehrenbürgerrecht. «Ich wollte es nie allen Leuten recht machen, an erster Stelle stand immer das Wohl der Gemeinde», fasste der Geehrte seine Haltung zusammen. Der Blumenstrauss und ein kräftiger Applaus waren mehr als verdient.
«Wir sind keine Schelme»
Die Stimmbürger in Schafisheim hatten seit dem letzten Sommer dreimal Gelegenheit, über die Gemeinderatsentschädigung zu befinden. Als letzte der Aargauer Gemeinden besitzt das Dorf noch kein rechtskräftiges Besoldungsreglement. An der Gemeindeversammlung war die Entschädigung erneut traktandiert, diesmal mit einer Grundpauschale von total 122000 Franken und mit zusätzlichen Entschädigungen für Sitzungen und Spesen in der Höhe von 35 Franken pro Stunde.
Nach einem beschlossenen Ordnungsantrag von alt Gemeindeammann Adolf Egli durfte weder geklatscht noch gebuht werden. Zu hören waren besonnene und aufmunternde Voten. Doch es fielen auch harte Worte wie Lügen, Trauerspiel und Neiddebatte. Gemeindeammann Roland Huggler wies die Qualifikation des Gemeinderates als «Schelme» energisch zurück und distanzierte sich vom neusten Flugblatt des Komitees «Genug ist genug».
Vizeammann André Kreis fand die Argumente der Gegnerschaft mit Michael Letic demotivierend. In der finalen Abstimmung siegte der gemeinderätliche Antrag mit 86 Ja zu 18 Nein.



