Zeitzapping

Schatzkammer

Marc Philip Seidel

Marc Philip Seidel

Als Hero noch in aller Munde war: Historische Aufnahme um 1915 aus dem Hero-Archiv der Stiftung Museum Burghalde.Foto: zvg

Als Hero noch in aller Munde war: Historische Aufnahme um 1915 aus dem Hero-Archiv der Stiftung Museum Burghalde.Foto: zvg

«Wenn die Uhr die Gassen küsst», «Chronik mit Herz», «Im Blumenbeet der Zeit», «Vom Lenzburger Wandel», «Zwischen Backstein, Bräuchen und Bahnlinien», «Lenzburg erzählt sich selbst», «Was Lenzburg uns heute noch heimlich erzählt», «Zeitgeister einer Kleinstadt», «Durch die Zeiten gezappt» … Viele alternative Buchtitel gäbe es und umschreiben die vielen Aspekte der Textesammlung unseres Alt-Stadtschreibers. Und wieder enthüllt, verknüpft und spaziert Christoph Moser durch Lenzburgs Gassen, Ereignisse und Zeiten. Erneut sind es zwanzig Spaziergänge, auf die er uns in seinen «Zeitreisen durch Lenzburg» mitnimmt. Wie im ersten Band sind auch diese Kapitel reichhaltig wie Lenzburgs Geschichte(n) selbst, angereichert mit den verschiedensten Charakteren, Namen, Bräuchen, Orten. Da lädt Tanzmeister Geni Gallauer ins Säli des «Central», Oberförster Walo von Greyerz in seinen Wald und Baumeister Walo Bertschinger auf seine Dampfwalze «Mathilda». Auf Schritt und Tritt durch die Zeit zieht die Schnapsgläschenparade vorbei an längst vergessenen Lokalen: Der «Käsbissen», das «Feldschlösschen, das «Warteck», das «Central» oder das «No Name». Als einzige Konstante wird der stetige Wandel augenscheinlich und vollzieht sich vom Pferdestall zum Fünfstern-Laden, vom «Löwen» zum Kino, vom Tennisplatz zum Mülimärt, von der Hero-Confidose zur Ricola-Bonbonbüchse und von der Nagelfabrik zum Mehrfamilienhaus mit Glockentürmli. Zeitzapping ist nicht nur mit der Neuerscheinung möglich, sondern auch beim nächsten Kulturdonnerstag am 16. April um 18.15 Uhr beim Museum Burghalde. Stadtarchivar Christoph Moser stellt übrigens sein Buch «Zeitreisen durch Lenzburg» am Nachmittag des 19. April im Museum vor – direkt im Anschluss an eine geführte Zeitreise rund um die Odyssee des Klausbrunnens.

«Zeitreisen durch Lenzburg» ist eine Liebeserklärung an Mosers Heimatstadt und all jenen empfohlen, die Lust haben, beim nächsten Spaziergang den Herzschlag der Stadt neu zu fühlen.

«Schatzkammer». Hier stellen Mitarbeitende des Museums Burghalde Lenzburg jeweils spannende Geschichten und originelle Fundstücke vor.

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