Spielkinder – Kinderspiel

Marc Philip Seidel

«Willkommen im Abenteuerpark Kindererziehung, wo Holzspielzeug die Hauptattraktion ist! Hier wird das Spielen zum Erlebnis und die Fantasie angeregt!

Man stelle sich einen riesigen Holzspielplatz vor, der wie ein verwunschenes Schloss aussieht. Da klettern Kinder über klobige Holzklötze, die wie Berge wirken. Dabei erzählt jedes Stück Holz eine Geschichte – von mutigen Rittern, die gegen Drachen kämpfen, bis hin zu kleinen Entdeckern, die unbekannte Länder erkunden.

Und das Beste? Die Holzspielzeuge sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch langlebig. Holzspielzeug fördert die motorischen Fähigkeiten! Kinder können mit den bunten Bausteinen ihre eigenen Welten erschaffen. Es gibt keine Regeln, nur grenzenlose Möglichkeiten. Mit diesem Holzbaukasten ist jeder Tag ein neues Abenteuer, und mit Holzspielzeug wird die Kindererziehung zu einem unvergesslichen Erlebnis voller Freude, Kreativität und einer Prise Chaos!»

Etwa so oder ähnlich könnte der Werbetext für den berühmten Schweizer Baukasten gelautet haben. Viel Werbung brauchte Carl Zweifels Erfindung jedenfalls nicht. Lange vor Lego, Playmobil & Co. war das Konzept mit reformpädagogischem Gedankengut derart erfolgreich, dass sich der Lenzburger Architekt nach der Prämierung des Schweizerischen Werkbunds 1915 vollends der Spielentwicklung zuwandte. Übrigens: Jungen und Mädchen wurden gleichberechtigt damit adressiert.

Dem Designer blieb mit seinem Erfolg reichlich Zeit für die «Contemplation»: In Aquarell und am Zeichenbrett entstanden über die Jahre wunderbare Interieurs und Stadtansichten von Zweifels Geburtsstadt Lenzburg.

Eine schöne Auswahl an künstlerischen Arbeiten findet sich in der aktuellen Pop-up-Ausstellung im Museum Burghalde. Ob Sie alle Gebäude auf den Jugendstil-Postkarten erkennen?

«Schatzkammer». Hier stellen Mitarbeitende des Museums Burghalde Lenzburg jeweils spannende Geschichten und originelle Fundstücke vor.

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