So blühen Stauden nochmals im Herbst

<em>Tanya van der Laan, Schloss Wildegg</em>
<em>Tanya van der Laan, Schloss Wildegg</em>

Jetzt ist die richtige Zeit für den Sommerschnitt von Blütenstauden. Wer seine Stauden zurückschneidet, kann sich auf eine zweite Blütenpracht im Herbst freuen. Doch aufgepasst: Je nach Pflanze ist das Vorgehen beim Sommerschnitt anders. Bei Sonnenhut, Sonnenbraut oder Rosen reicht es, Verblühtes herauszuschneiden. So können neue Blumen nachwachsen. Mehr Arbeit geben Margeriten, Lupinen, Phlox oder Storchschnabel-Gewächse: Hier ist der Rückschnitt radikaler. Ich empfehle, die Pflanze bis handbreit über Boden abzuschneiden, so kann diese nochmals austreiben. Viel Wasser und etwas Dünger unterstützen den Prozess.

Der Blüten-Sommerschnitt verhindert auch, dass Pflanzen versamen und sich im Garten ausbreiten. Vor allem bei importierten Pflanzen ist es ein Problem, wenn sich diese unkontrolliert in den Gärten und schliesslich in der freien Natur vermehren. Sie werden damit zu sogenannten invasiven Neophyten. Die schönen Goldruten etwa sollten deshalb unbedingt geschnitten werden, bevor sie Samen tragen und sich ausbreiten können.

Ich wünsche eine tolle Gartensaison 2018.

Tanya van der Laan ist Gärtnerin im barocken Garten von Schloss Wildegg

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