Liebhaber und Neugierige: Über 200 Deutz-Maschinen erstmals in Tennwil

Tennwil Am 6. September fand in Tennwil das 11. Lindenberg-Deutz-Treffen statt. Über 200 Maschinen aus verschiedenen Kantonen wurden auf dem Veranstaltungsgelände präsentiert.

Alois Schmid mit seinem Pensionierungsgeschenk.Foto: Debora Hugentobler

Alois Schmid mit seinem Pensionierungsgeschenk.Foto: Debora Hugentobler

Die Sieger der fünf schönsten Traktoren.Foto: Debora Hugentobler

Die Sieger der fünf schönsten Traktoren.Foto: Debora Hugentobler

Schufen einen tollen Event: Andreas Wyss, Roy Mosimann sowie hinten Urs Eichenberger, Martin Bühlmann, Stephan Köppel, Stefan Mosimann und der Hauptsponsor Markus Frei. Es fehlt das OK-Mitglied Cornelia Held.Foto: Debora Hugentobler

Schufen einen tollen Event: Andreas Wyss, Roy Mosimann sowie hinten Urs Eichenberger, Martin Bühlmann, Stephan Köppel, Stefan Mosimann und der Hauptsponsor Markus Frei. Es fehlt das OK-Mitglied Cornelia Held.Foto: Debora Hugentobler

Die Marke Deutz zählt zu den traditionsreichsten Traktorenmarken der Welt und wurde vom Erfinder des Viertaktmotors gegründet. Dank ihrer Langlebigkeit sind viele ältere Modelle nach wie vor im Einsatz. Genau das macht laut dem Organisationskomitee (OK) den Reiz der Deutz-Treffen aus: Neben modernen Maschinen standen ebenso historische Fahrzeuge auf dem Veranstaltungsgelände. Ein OK-Mitglied zeigte beispielsweise einen Bauernschlepper 11er aus dem Jahr 1942.

Eine Leidenschaft, viele Geschichten

Das Deutz-Treffen zog ein breites Publikum an: Landwirte, Ingenieure, Technikbegeisterte und Familien waren vor Ort. Darunter war auch Alois Schmid aus dem Luzerner Seetal mit seinem geschmückten Traktor, den er nach 37 Jahren in derselben Firma als Pensionierungsgeschenk erhalten hatte. Ebenfalls über das Gelände schlenderte eine grosse Zahl von Landmaschinenmechanikern. Sie interessierten sich vor allem für die Technik, die bei Deutz besser gelöst und einfach gehalten sei. Maschinen anzuschauen und miteinander zu vergleichen, sei für sie ein Hobby.

Ein besonderer Blickfang war das Oldtimer-Feuerwehrauto aus dem Jahr 1966, das zwischen dem vielen Grün sofort auffiel. Bis im Jahr 2000 war das Fahrzeug bei der Stadt Graz im Einsatz, bevor es seinen Weg nach Gontenschwil fand. Das Paar, dem das Fahrzeug gehört, sammelt als Hobby und aus Leidenschaft spezielle Fahrzeuge. Dazu gehören unter anderem ein alter Armee-Jeep und ein altes Tanklöschfahrzeug. Das Feuerwehrauto wird allerdings nicht nur für Ausfahrten genutzt: Sobald die Leiter ausgefahren ist, setzt das Paar sein Fahrzeug zum Putzen der Dachrinne, zum Auswechseln von Ziegeln oder zum Pflücken von Holunder ein.

Mit neuem Konzept nach Tennwil

Urs Eichenberger, Mitgründer des Deutz-Clubs und der Deutz-Treffen, sagt: «Für mich ist Deutz eine Herzensangelegenheit. Damit bin ich aufgewachsen.» Die Qualität spreche für sich. Zudem schätze er, dass Deutz einer der wenigen europäischen Traktorenhersteller sei.

Das Treffen fand bereits zum 11. Mal statt, wenn möglich, wird es im Abstand von zwei Jahren durchgeführt. Während der Anlass bisher stets in Fahrwangen stattfand, wurde er nun erstmals in Tennwil durchgeführt. Für die Planung mit den notwendigen Anträgen und die Organisation benötigte das siebenköpfige OK deshalb fast ein Jahr.

Auszeichnungen für besondere Leistungen

Am Nachmittag wurden die schönsten Traktoren ausgezeichnet. Der Erstplatzierte erhielt ein Fass Öl und eine Deutz-Mütze. Ausserdem erhielten die fünf Besten ein gesponsertes Preisgeld. Dieses Jahr legte die Jury Wert auf liebevoll und aufwendig hergerichtete Modelle. In die Aufbereitung der Traktoren wurde viel Zeit investiert: Ein Gewinner erzählte, dass er zusammen mit seinem Sohn etwa 1000 Stunden an seinem Traktor gearbeitet habe.

Auch die Teilnehmer mit der weitesten Anreise wurden gewürdigt. Den ersten Platz belegte ein Traktorfahrer aus Kriessern, nahe der Grenze zu Liechtenstein. Für die 140 Kilometer pro Weg benötigte er mit seinem Traktor rund fünf Stunden. Während die meisten Teilnehmer aus der näheren Umgebung kamen, reisten einige andere aus weiter entfernten Regionen an – unter anderem aus St.Gallen und dem Jura.

Urs Eichenberger sagt: «Wir haben ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten und konnten unseren Gästen einen spannenden Sonntag bieten. Dieser Erfolg motiviert und freut uns.»

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