Hitzesommer 2026
Umwelttipps
Die Schweiz schwitzte, und es gab schweizweit Feuerwerksverbote am 1. August. Der Kanton Aargau erhöhte am 28. Juli die Gefahr auf Stufe 5 (sehr grosse Waldbrandgefahr) und verfügte ein absolutes Feuerverbot im Kanton Aargau. Manche Grasflächen erinnerten an Steppenlandschaften, und viele Bäume begannen stressbedingt schon im Sommer Blätter abzuwerfen. Der fehlende Regen führte zu tiefen Wasserständen in Bächen, Flüssen und Seen. In der Schweiz war zu diesem Zeitpunkt bereits die vierte Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 38 Grad am Laufen, und in mehreren europäischen Ländern brachen grossflächige Waldbrände aus. Es gab einen Klimageräteboom. Der Strombedarf in der Schweiz verändert sich messbar. Laut neuesten Berichten steigt der jährliche Energieverbrauch in der Schweiz für das Kühlen von Gebäuden, während der Energieverbrauch für das Heizen sinkt. Mich beschäftigt die ganze Situation des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf uns Menschen und unsere Umwelt, persönlich und beruflich. Die Zunahme von Extremwettersituationen (wie Hitze, Starkniederschlag, Stürme) sind eine grosse Herausforderung für den menschlichen Siedlungsraum, für die Landwirtschaft, für den Forst und für die Verkehrsinfrastruktur in unserem Land. Im Siedlungsraum sind wir je nach Wetterextrem betroffen von Überschwemmungen oder Hitzewellen. Besonders gefährdete Risikogruppen bei Hitze sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie chronisch kranke Personen. Es gilt deshalb, bestehende Strukturen im Siedlungsraum auf Hitzehotspots zu überprüfen und diese wo möglich mit geeigneten Massnahmen zu entschärfen. Dazu gehören Entsiegelungen und Bepflanzungen. Idealerweise sollten die Begrünungen direkt im Erdreich erfolgen, damit die Pflanzen tiefer wurzeln können. Topfpflanzungen trocknen schneller aus und führen zu mehr Giessaufwand. Bei der Planung neuer Arealüberbauungen ist an Frischluftkorridore, genügend Grünraum und nachhaltige Gebäudestandards zu denken. Hier haben die Gemeinde, die Planungsbüros und die Investoren gute Möglichkeiten, zukunftsgerichtet zu bauen. Gleiches gilt für Private beim Bau eines Eigenheims. «Es gibt nichts Gutes, ausser: Man tut es», sagte einst der Schriftsteller Erich Kästner.
Energie und Umwelt: Hier schreibt Max Chopard-Acklin, Umweltberater und Mitarbeiter der Fachstelle Umwelt in Lenzburg.







