«Hallihallo, hier ist Hallie…»

Seetal: Ab nächstem Sonntag sind im Seetal die Drachen los. Mit einem Festakt auf Schloss Hallwyl wird das Tourismusprojekt «Drachental» lanciert.

<em>Der Drachenforscher mit Untersuchungsobjekten und Hilfsmitteln:</em> Illustration aus «Die Seetaler Drachen-Saga». Foto: zvg

<em>Der Drachenforscher mit Untersuchungsobjekten und Hilfsmitteln:</em> Illustration aus «Die Seetaler Drachen-Saga». Foto: zvg

<em>Start mit Band 231:</em> Titelseite von «Die Seetaler Drachen-Saga». Foto: zvg

<em>Start mit Band 231:</em> Titelseite von «Die Seetaler Drachen-Saga». Foto: zvg

Mit grossem Abstand ist «Drachental» das aufwendigste Projekt des Vereins Seetaltourismus. Die Drachen bilden neu einen roten Faden zu verschiedenen touristischen Angeboten für Familien im Aargauer und Luzerner Teil des Seetals.

Mit einem dezentralen Anlass – die Schauplätze werden verbunden mit zwei stündlich zirkulierenden Shuttle-Bussen, hier natürlich «Drakomobil» genannt – wird am nächsten Sonntag die Drachenzeit so richtig lanciert.

Hauptschauplatz ist dabei das Schloss Hallwyl, wo um 10.30 Uhr die offizielle Eröffnung startet. Niemand Geringerer als Professor Ambrosius Ferdinand Sigismund Maria von und zu Drachenfels wird die Rede halten. Der berühmte Drachenforscher, dessen Drakologie-Lehrstuhl der einzigen Seetaler Hochschule auf Schloss Heidegg steht, wird ins Thema einführen.

Fauchi als «Haustier» verhöhnt

Wichtiger Bestandteil der Eröffnungsfeierlichkeiten ist die Vernissage des Buches «Die Seetaler Drachen-Saga». Im jetzt präsentierten Band 231 vermittelt der Drachenforscher wichtige Grundlagen über die Geschichte und vor allem die aktuelle Befindlichkeit der Seetaler Drachen.

Der Plural ist bewusst gewählt. Denn im Seetal gibt es immer noch viel mehr Drachen als gemeinhin angenommen. Meist sind sie allerdings nicht zu sehen, doch Ambrosius Ferdi… und so weiter hat diverse Hilfsmittel entwickelt, mit denen die hier lebenden Drachen sichtbar gemacht oder wenigstens nachgewiesen werden können. Übrigens: Alle Seetaler Drachen sind gegenüber Menschen ausgesprochen friedlich. Untereinander sieht es ein wenig anders aus; da wird fleissig gezankt.

Der einzige bisher populäre Drache hierzulande ist Fauchi vom Schloss Lenzburg. In der «Drachen-Saga» erfährt man, dass Fauchi eigentlich Sibilius heisst und von seinen Mit-Drachen gehänselt wird; er sei ein Haustier, weil er ständig unter Menschen sei. «Dabei sind diese Drachen nur eifersüchtig, weil Sibilius (oder eben Fauchi) so berühmt ist und immer wieder in der Menschenzeitung über ihn geschrieben wird», so die «Drachen-Saga».

Fast-Zwillinge Hallie und Baldie

Mit der exklusiven Berühmtheit dürfte es für Fauchi bald vorbei sein. Vor allem die beiden grossen Seetaler Wasserdrachen haben ein gewisses Kult-Potenzial. Knorzius Platschus von Hallwil-Lagus und Dotterus Tropfus von Baldegg-Lagus sehen sich ähnlich wie Zwillinge, sind es aber nicht. Zudem sind sie sehr stolz auf Nessie, ihre schottische Verwandtschaft. Deshalb nennen sich die beiden auch Hallie und Baldie. Das Begrüssungsritual bei Familienfesten läuft jeweils so: «Hallihallo, hier ist Hallie.» Und die Familie fragt: «Und wo ist Baldie?» Die Antwort von Hallie liegt auf der Hand: «Baldie kommt bald!»

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