Garten-Tipp: Un-Ordnung im Garten

Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Lea Walzer. Foto: Pascal Meier/MA
Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Lea Walzer. Foto: Pascal Meier/MA

Wir sind mitten im Herbst. Die ersten Vorbereitungen im Garten für den Winter werden getroffen: Ein wenig Ordnung schaffen, gefallene Blätter aufnehmen, verblühte Stauden zurückschneiden, vertrocknete Äste einsammeln.

Jedoch sind viele Lebewesen auf eine gewisse Unordnung im Garten angewiesen: Ein bekanntes Beispiel ist der Igel, der sich gerne unter Ästen und Laub ein Winterquartier einrichtet. Weniger bekannt ist, dass viele Wildbienenarten auf trockene Pflanzenstängel angewiesen sind. Es ist möglich, ein Bienenhotel zu bauen, aber mindestens so gerne nisten sich Wildbienen in «alten» Pflanzenteilen ein. Auch andere Wildtiere schätzen, wenn der Garten ihnen im Winter etwas bietet.

Was für uns nach Unordnung aussieht, ist für viele Tiere eine wahre Fundgrube. Deshalb mein Rat: «Nehmen Sie es nicht zu genau beim Laubrechen, Zurückschneiden und weiteren Aufräumarbeiten in Ihrem Garten.»

Lea Walzer, Gärtnerin im barocken Garten von Schloss Wildegg

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