Freude im Seetal: «Maria» verwöhnt die Gäste wieder

Beinwil am See Mirjam Strub kann aufatmen. Ihr Restaurant Maria’s Esszimmer im Seetal konnte Mitte Oktober den Betrieb wiederaufnehmen.

Gastgeberin mit neuer Koch-Crew: Werner Röthlisberger, Mirjam Strub und Bart Meijer. Foto: zvg
Gastgeberin mit neuer Koch-Crew: Werner Röthlisberger, Mirjam Strub und Bart Meijer. Foto: zvg

«Die Erleichterung war gross, als feststand, dass ich wieder öffnen kann», sagt Mirjam Strub, Pächterin von «Maria’s Esszimmer im Seetal». Als sie am 16. Juli die Pforten wegen vergeblicher Suche nach Köchen schliessen musste, gab sie sich drei Monate Zeit für eine Entscheidung. Der Pachtvertrag lief weiter. Umso glücklicher war Strub, als sich zwei Köche kurz nach der Schliessung meldeten. Sie wurden aufgrund von Zeitungsberichten auf die Situation aufmerksam. «Nach vertieften Gesprächen wurde ich mit Bart Meijer und Werner Röthlisberger schnell einig», sagt sie.

Gäste freuen sich

Seit Mitte Oktober kann man sich in «Maria’s Esszimmer im Seetal» wieder verwöhnen lassen. «Es ist schön, zu sehen, wie sich die Gäste freuen, dass wir wieder für sie da sind», sagt Strub. Neu ist das Restaurant von Mittwoch bis Samstag geöffnet. Das gibt dem Team genügend Spielraum, zu produzieren, was vorbereitet werden kann. «Wir machen alles selber – ausser die Pommes frites», betont sie. Nach wie vor legt das Team Wert drauf, möglichst lokal und regional einzukaufen. Eier, Kartoffeln und Erdbeeren werden direkt beim Bauern besorgt, grössere Gemüsebestellungen beim regionalen Lieferanten platziert. Die Klassiker Hacktätschli, Leberli mit Rösti oder Kutteln stehen nach wie vor auf der Karte. Auch das Cordon bleu, das erst zubereitet wird, wenn es ein Gast bestellt hat. Frische, Regionalität und Nachhaltigkeit werden weiterhin bewusst gelebt.

Wichtig, seinem Herz zu folgen

Über Mittag haben die Gäste die Wahl aus vier Wochenmenüs. Auch eine kleine Auswahl aus der Speisekarte wird serviert. «Dass unsere Gäste seit der Wiedereröffnung so zahlreich kommen, ist für mich keine Selbstverständlichkeit», sagt Strub. Sie selber erlebte während der Schliessung Momente, in denen sie nicht sicher war, ob sie den Mut für einen Neustart aufbringen könne. Niemand kann in die Zukunft schauen. Umso wichtiger sei es, dem Herzen zu folgen, seiner Entscheidung zu vertrauen und sich mit Herzblut der Herausforderung zu stellen. Bei der Entscheidungsfindung hat bestimmt geholfen, dass die meisten der ehemaligen Angestellten wieder zum Team gestossen sind. Und – auch die Köchin, die derzeit im Mutterschaftsurlaub ist, kann sich vorstellen, in einem kleinen Teilzeitpensum wieder einzusteigen. Die Zeichen stehen gut.

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