Frauentagung: Mit Frauenpower zu mentaler Gesundheit

Lenzburg Bei der 38. Frauentagung der Frauenzentrale Aargau trafen Musik und Hirnforschung auf ein vielfältiges Workshop-Angebot. Rund 140 Teilnehmerinnen aus allen Regionen des Kantons stärkten sich gegenseitig und vertieften neue Fähigkeiten.

Präsidentin der Frauentagung Brigitte Rüedin.Foto: zvg

Präsidentin der Frauentagung Brigitte Rüedin.Foto: zvg

Brachten gute Stimmung im Gepäck: Barbara Studer und Manuela Adcock.Foto: zvg

Brachten gute Stimmung im Gepäck: Barbara Studer und Manuela Adcock.Foto: zvg

Über 140 Teilnehmerinnen konnten an der 38. Frauentagung begrüsst werden.Foto: zvg

Über 140 Teilnehmerinnen konnten an der 38. Frauentagung begrüsst werden.Foto: zvg

Die Kommission der Frauenzentrale Aargau organisiert seit 38 Jahren die Frauentagung im Weiterbildungszentrum WBZ Lenzburg. Acht Frauen treffen sich dafür fünfmal im Jahr zur Vorbereitung und kümmern sich um den Versand von rund 1500 Einladungen. Ursprünglich wurde die Tagung geschaffen, um Aargauer Politikerinnen und Vereinsfrauen einen geschützten Raum für Weiterbildung, Vernetzung und Unterstützung zu bieten. Daraus entstanden gemeinsame Projekte und eine kantonsweite Verbundenheit der Frauen, wie Brigitte Rüedin, Präsidentin der Lenzburger Frauentagung, berichtet. Bei der diesjährigen Tagung nahmen Politikerinnen, Vereinspräsidentinnen sowie Berufsfrauen und Familienfrauen – mehrheitlich aus der Altersgruppe 50+ – teil. Die Aula, in der rund 140 Teilnehmerinnen Platz fanden, hätte noch Raum für weitere Frauen geboten.

Überraschungsgast und Neurohacks

Die «38. Tagung für Frauen, die mutig die Zukunft mitgestalten», stand unter dem Motto «Wissenschaft trifft Selbstfürsorge». Den Morgen eröffnete spontan Überraschungsgast Barbara Studer, Lenzburgerin und CEO der Hirncoach AG, mit einer Geigen- und Gesangseinlage. Anschliessend gab Hauptreferentin Manuela Adcock, Neuropsychologin und Neurowissenschaftlerin, humorvolle und alltagsnahe Einblicke in Hirnforschung und mentale Gesundheit. Mit interaktiven Körperübungen machte sie Theorie und Praxis direkt erfahrbar. Adcock vermittelte Wissen über das Gehirn und dessen Funktionsweise und gab konkrete Tipps wie: «Bewegung und Musik trainieren das Gehirn und fördern das Wachstum von Nervenzellen.» Sie erklärte die Amygdala als Alarmanlage im Gehirn und zeigte, wie einfache Atemübungen helfen, das Nervensystem zu beruhigen – ein wichtiger Punkt in unserer «reizüberfluteten und chronisch unterschlafenen Gesellschaft».

Bei der anschliessenden Musikeinlage des Duos WunderKram – Musik spielte beim Tagesthema eine zentrale Rolle – wirkten die Teilnehmerinnen begeistert mit.

Von «Frau + Wut» zu «Hirn küsst Körper»

Die teilnehmenden Frauen wählten im Voraus ihren gewünschten Workshop und vertieften sich am Vormittag und Nachmittag je zwei Stunden in dieses Thema. Die elf Workshops deckten ein breites Themenspektrum ab: Achtsamkeit, Selbstfürsorge, mentale Gesundheit und der Umgang mit Belastungen standen ebenso im Fokus wie Führung und der Nutzen künstlicher Intelligenz.

Kreative Angebote wie Stimmimprovisation, Zeichnen, Fotografie, Schmuckgestaltung und Linedance fanden ebenfalls Anklang. Die Frauen lernten neue Inhalte kennen, probierten Methoden aus und tauschten sich mit Fachfrauen aus – was laut Brigitte Rüedin besonders jüngere Einsteigerinnen schätzen. «Es geht um Entspannung, Spass und Freude – die Atmosphäre ist getragen von viel Empathie und Verbundenheit untereinander und wird als Oase im strengen Berufs- oder Politikalltag geschätzt», so Rüedin. Zum Abschluss führten die Frauen des Workshops Linedance ihren erlernten Tanz auf – und ernteten Begeisterung der anderen Teilnehmerinnen.

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