Fraktionsausflüge haben eine lange Tradition

Rolf Jäggi

Einmal im Jahr finden die Fraktionsausflüge statt. Dies war auch am letzten Dienstag wieder der Fall. Jede Fraktion reiste bei schönstem Frühlingswetter in einen Gastbezirk. Die Fraktionsausflüge haben eine lange Tradition und auch einen tieferen Sinn. Die Welt, die Schweiz und auch der Aargau waren nicht immer so mobil unterwegs wie heute. Die Grossräte aus dem ganzen Kanton reisten jeweils nach Aarau in den Grossen Rat. Der Kanton Aargau zeichnet sich durch seine regionale Vielfalt aus. Die Bezirke geben uns Aargauerinnen und Aargauern nach meinem Dafürhalten nach wie vor eine gewisse Identität. Und darauf dürfen wir stolz sein. Um den Grossratskollegen die Regionen zu zeigen beziehungsweise näherzubringen, reisen die Fraktionen jährlich in die Bezirke. Dies dürfte der geschichtliche Hintergrund der Fraktionsausflüge sein. Somit hat jeder Bezirk alternierend die Gelegenheit, als Gastgeber seine Region von der schönsten Seite den Fraktionskollegen und Gästen zu präsentieren. Die SVP-Fraktion war in diesem Jahr zu Gast in Wölflinswil im Bezirk Laufenburg im südlichen Fricktal. Ein Fraktionsausflug ist immer ein schöner, geselliger und kultureller Anlass, welchen ich nicht missen möchte.

Am Tag der Fraktionsausflüge fängt die Grossratssitzung jeweils bereits um 8.30 Uhr und nicht wie gewohnt um 10 Uhr an. Dies bedeutet, dass auch die Fraktions- und Arbeitsgruppensitzungen früher beginnen. Es war Viertel nach sechs Uhr in der Früh, als ich im «Buchenhof» in Aarau eintraf, in welchem die SVP jeweils ihre Fraktionssitzung abhält. Viel Betrieb war noch nicht, aber Kaffee und Gipfeli standen in verdankenswerter Weise schon bereit.

Pünktlich um 8.30 Uhr läutete die Grossratspräsidentin, Dr. Mirjam Kosch, die Glocke und eröffnete die 100. Grossratssitzung der aktuellen Legislatur. Traktandiert waren viele Interpellationen. Mit dem politischen Instrument einer Interpellation können Grossräte dem Regierungsrat direkt Fragen stellen, welche er in der Regel schriftlich beantwortet. Zu diskutieren gab der Antrag auf Direktbeschluss betreffend Einreichung einer Standesinitiative zwecks Änderung des eidgenössischen Bürgerechtes. Dieser Antrag auf Direktbeschluss hat das Parlament jedoch klar abgelehnt. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, Anliegen oder Fragen von allgemeinem beziehungsweise grösserem Interessen haben, welche dem Regierungsrat oder der Verwaltung gestellt werden sollten, dürfen Sie sich gerne bei mir melden.

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